26.01.17

Italien-Urlaub - Jan Brase

Normalerweise habe ich immer den gleichen Haken im Einsatz, der 4er Kurv Shank XX hat mich bis jetzt noch nie im Stich gelassen, egal in welcher Situation. Und wenn es einmal läuft und man kontinuierlich Fische fängt sollte man eigentlich zufrieden sein. Aber die letzte große Session im vergangenen Herbst hat mir gezeigt, dass Stillstand Rückschritt bedeutet, auch beim Karpfenangeln.

Das Jahr 2016 lief für mich persönlich sehr ordentlich, ich konnte viele Fische fangen und der ein oder andere besondere Karpfen war auch mit dabei. Es war mittlerweile Mitte November und ich fuhr mit meiner Freundin und einem Kumpel zusammen für eine Woche nach Italien zum Wild Lake - einem kommerziell bewirtschafteten Gewässer aus dem Repertoire von the Carpspecialist. Hier konnte ich meiner Freundin das Angeln näher bringen und sie hatte sanitäre Anlagen vor Ort. Der See war tückisch, viele Hindernisse waren im Wasser und egal wo man die Ruten ablegen wollte, waren Bäume oder ganze Inseln unter Wasser nicht weit weg. Teilweise war man gezwungen, mit Subfloat zu fischen, um die Fische sicher landen zu können. An meinem Rig änderte ich zunächst nichts. Ich fischte wie in den letzten Monaten auch mit dem Arma Kord Sinking als Vorfachmaterial, der 4er Kurv Shank XX wurde als Blowbackrig mit Rig Ring, Shrink Tube und einem Snowman angeboten. Als Bleisystem diente mir das zuverlässige COG . In dieser Konstellation fing ich das ganze Jahr über konstant meine Fische, warum also was ändern?!

Die Antwort auf die Frage bekam ich sofort in der ersten Nacht. Ich hatte direkt zwei Läufe, die ich jedoch aufgrund von Aussteigern nicht verwerten konnte. Allerdings dachte ich mir hierbei noch nichts böses, ich hatte ja meine Läufe und mal einen Fisch zu verlieren, kann ja mal passieren. Als jedoch auch die nächsten zwei Runs nicht saßen machte ich mir so meine Gedanken. Wie kann das sein? An jedem anderen Gewässer, an dem ich 2016 war, hat diese Methode doch funktioniert. Warum jetzt nicht? Nach langem hin und her entschloss ich mich, den Haken zu wechseln. Da der See größtenteils schlammig ist, kam mir der Gedanke, dass die Fische weiche Mäuler haben werden. Und der Kurv Shank mit seiner geraden Spitze arbeitet während des Drills ein wenig mehr im Maul als Modelle mit gekrümmter Spitze, gerade wenn man Karpfen von Hindernissen fern halten muss.

Frisch motiviert bastelte ich neue Rigs, dieses Mal mit Wide Gape X und Krank X Haken. Um das ganze Rig noch attraktiver für die Karpfen zu machen, beschloss ich zusätzlich, das Shrink Tube weg zu lassen und dafür bunte Kickers einzusetzen. Diese sollen den Haken durch die auffällige Farbe zu einem Teil des Köders werden lassen und die Neugier der Fische zusätzlich anregen. Was soll ich sagen, die Idee den Haken zu wechseln und etwas neues auszuprobieren war goldrichtig. Zwar lief es die ganze Woche ziemlich schleppend, auch in Italien war der Luftdruck extrem hoch und wir hatten mit einem Kälteeinbruch zu kämpfen. Aber die restlichen Läufe, die ich bekommen hatte, wurden alle verwertet und ich konnte echte toll beschuppte Fische fangen. Zwar alles keine Riesen, aber das ist bei Fullys ja auch wirklich nur zweitrangig. Das absolute Highlight war jedoch ein Doppelrun bei mir und die Tatsache, dass meine Freundin auch einen Fisch fangen konnte. Sie war unendlich stolz, aber nicht so sehr wie ich auf sie.
Grüße Jan Brase

Man war ich stolz auf sie!

Gut kombiniert: Kickers passend zum Poppy

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