07.10.16

Jagd nach dem Sommerloch-Monster - Felix Pinedo

Fängt man die großen Fische nur im Herbst?
Das bekommt man zumindest immer gesagt! Egal in welchem Karpfenmagazin man ließt, die großen Fische fängt man am besten im Herbst. Das mag vielleicht auch stimmen. Doch warum fängt man die dicken im sogenannten Sommerloch nicht? Ich denke ein großes Problem in dieser Phase ist die starke Aktivität von kleineren Karpfen und Weißfischen auf den Spots. Durch die Unruhe die diese Schwärme von Fischen auf einem Futterplatz erzeugen, werden die großen Fische diese Plätze meiden. Oft genug ist es mir schon passiert, dass sich ein paar dicke Muttis auf meinen Spots gesonnt haben, aber sobald sich ein paar kleiner Fische dazugesellten verschwanden die alten Damen. Die kleineren Karpfen fängt man jedoch auch. Einen nach dem anderen, was natürlich auch sehr viel Spaß bereitet! Doch wie kann man es schaffen, die dicken doch ans Band zu bekommen? War mehr Futter die Lösung? Ich dachte mir, vielleicht ist schon alles weggefressen bevor die großen Fische überhaupt auf den Platz kommen. Also lud ich mein Tempest voll mit Mais. Für eine Woche Angeln sollten die paar Säcke schon genügen. Also habe ich jeden Tag einen 25-Kilo-Sack Mais gekocht und auf einer großen Wasserfläche verteilt. Schon nach der ersten Nacht bemerkte ich, dass ich etwas nicht beachtet hatte! Graskarpfen! Shit! Das Durchschnittsgewicht meiner Fänge stieg stark an! Ich konnte schon in der ersten Nacht mehrere Fische bis 15 Kilo fangen, jedoch war kein einziger Karpfen mehr dabei. Es waren alles große Graser, die das komplete Futter einfach verschwinden ließen. Somit fing ich in den nächsten Tagen einen Asiaten nach dem anderen. Ich konnte sogar meinen bisher größten Graser überhaupt fangen. Doch die Karpfen blieben fern...
Also musste eine neue Tacktik her.

Das Zig Rig!?
Ich habe bisher noch nicht so großes Vertrauen in einen Köder gehabt, der irgendwo im Mittelwasser umhertreibt. Denn normalerweiße fressen die Karpfen ja am Boden meine Boilies. Doch wer nicht wagt der nicht gewinnt! Am vorletzten Tag meiner 8-Tages-Session band ich ein 14Fuß langes ZigRig mit einem kleinen schwarzen PopUp an mein COG-Lead. Das ganze habe ich dann noch mit etwas Goo verfeinert und auf 7 Metern Wassertiefe platziert. Irgendwo im Nirgendwo. Nachdem die letzte Nacht ohne Biss verlief, war ich relativ sicher, dass ein solch kleiner Köder, irgendwo im Freiwasser, einfach unfindbar war für einen Karpfen. Als dann jedoch kurz vor dem Zusammenpacken die Rute mit dem ZigRig ein paar Piepser von sich gab und etwas Touchdown von der Rolle gezogen wurde wusste ich, da muss etwas meinen Popi eingesaugt haben. Nach dem Aufnehmen der Rute spürte ich sofort, dass es sich dabei nicht um einen kleinen Fisch handeln konnte. Der Fisch machte konstant Druck und ich konnte keinen einzigen Kopfschlag spüren. Als der Fisch vor meinen Füßen hoch kam machte ich mich fast nass... Was war das für ein Brett? Jetzt musste ich es nur noch schaffen ihn mit dem langen Rig zu keschern. Yes! Nach dem zweiten Anlauf war er im Netz! #Sommerbulle
Jetzt kann der Herbst kommen - endlich!

Futter bei die Fische

#Sommerbulle

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