02.05.16

Lohnt sich immer - Marco Krauth

Mal wieder sitze ich an meinem Schreibtisch vor dem Bildschirm des PC's. Die Beine sind unangenehm warm, so als würden neben mir heiße Kohlen vor sich hin glimmen. Der Rechner ist es, der beim Betreiben eines CAD Programmes an seine Rechenleistung stößt und dabei solch eine Hitze entwickelt, die mich schwitzen lässt. Meine Abschlussarbeit des Technikers raubt mir nicht nur Zeit, sondern auch massiv Nerven. Doch ich muss hier erst noch ein gutes Stück vorankommen, bevor ich den Hauptstecker der Steckdosenleiste vom Stromnetz trennen kann. Zudem steht noch eine weitere Ausarbeitung für die laufenden Anmeldenoten zur Prüfung an, diese allerdings sollte aufgeschoben und nach dem Trip fertiggestellt werden. Der innere Drang ans Wasser zu schreiten war einfach zu groß, ich musste einfach mal wieder raus an die frische Luft, in warme Gefilde, ab in den Süden!

Die Osterferien standen an und es sollte für vier bis fünf Tage in Richtung Süden Frankreichs gehen. Freitags ging es los, mit einem guten Kumpel mit welchem ich schon einige Nächte am Wasser verbracht hatte. Jedoch hatte dieser die letzten dreieinhalb Jahre nicht wirklich die Muse zwischen seinem Studium ans Wasser zu sitzen. Umso größer war die Freude mit ihm endlich mal wieder los zu ziehen!
Nach knappen neun Stunden Fahrt, hatten wir unser erstes Ziel erreicht. Komplett fertig von der Fahrt, welche uns ziemlich zusetzte, beluden wir unsere Falten und setzten über. Ein Platz auf den die Sonne schien, sollte unser Platz werden. Die Bäume begannen langsam zu grünen und die Vögel trillerten was das Zeug hielt. Frühling eben, die schönste Jahreszeit. Als unsere Ruten allesamt lagen, wurde bei milden 18 Grad und Sonnenschein zunächst der Kocher angeworfen und für das leibliche Wohl gesorgt. Ehe wir total platt auf unsere Liegen fielen. Außer einem Wels und einer Schleie bei Marc ging in der ersten Nacht nichts. Jedoch schon die zweite Nacht brachte für jeden von uns Fisch.




Alles grünt

Der Kurv Shank XX saß bombig!

Die Ruten verteilten wir von ziemlich flachen Bereichen mit einem Meter bis hin zu sechs Metern, vor ins Wasser gefallenen Bäumen. Hier galt allerdings, nicht zimperlich sein und die Bremsen der Daiwa‘s komplett zuzudrehen, um den Karpfen keine Möglichkeit zu geben ins Totholz zu flüchten. Als Haken kamen Wide Gape sowie Kurv Shank an kurzen Vorfächern zum Einsatz, jeweils in der XX Ausführung, welche für solche Angelsituationen geradezu perfekt sind. Wenige Bloodwormboilies in 16 Millimetern Durchmesser und Teig wurden relativ großflächig um die Montagen gefüttert, um die nach Futter suchenden Fische bei Laune zu halten. Um den Hakenköder gerade im Frühjahr von den gefütterten Boilies etwas hervorzuheben, kam über den Bloodwormhookbait noch ein gelbes Popup Fake Maiskorn. Einen weiteren Effekt welchen ich mir durch das Maiskorn zu Nutzen machte ist, dass der Hakenköder dadurch leichter einzusaugen ist als ein ohnehin schon leichterer weightless Hookbait. Jedoch fische ich aufgrund des leichten Hookbait auch einen etwas größeren Haken. Ein größerer Haken, der schwerer ist als ein kleineres Modell dreht sich besser in Richtung Unterlippe, so meine Erfahrung bei leichteren Ködern.

Das Wetter ließ dann jedoch schon nach der zweiten Nacht zu wünschen übrig, Regen stellte sich ein. Die Fische bissen jedoch, trotz des doch merklich kühleren und nasskalten Wetters weiter wie verrückt! Viele kleinere Fische und vier gute Dreißiger konnten wir in den nur vier Nächten im Süden wieder in ihr Element zurücksetzten. Ob es sich gelohnt hat? Da gibt es nur eine Antwort: Auf jeden Fall!
Peaaace Marco

Ob es sich gelohnt hat?

Auf jeden Fall!

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