01.06.14

Makellos - Patrick Wanhal

Patrick Wanhal vom Team Korda Österreich hat einen herrlichen, makellosen Schuppi gefangen. Doch der Weg dahin war nicht leicht:

Wie oft sitzt man am Wasser, die Fische sind offensichtlich sehr aktiv und sogar in der Nähe des Spots an dem man seine Fallen gestellt hat, trotzdem hatte man stundenlang keine Aktion!? Im schlimmsten Fall war sogar das Futter am Spot weggefressen, ohne dass der Bissanzeiger nur einen Ton von sich gab. Höchstwahrscheinlich war schon jeder von uns in so einer Situation, sicherlich hat fast jeder das Erlebte intensiv hinterfragt, im besten Fall konnte man die Fehlerquelle finden, um am Ende doch noch zum verdienten Erfolg zu kommen!
Ich selbst hatte in der Vergangenheit 2 „schockierende“, aber gleichzeitig lehrreiche Erlebnisse, die mir wahrscheinlich ewig in Erinnerung bleiben werden! Die erste Geschichte liegt nun schon ca. 2 Jahre zurück. Damals angelte ich an einem glasklaren 100ha großen Baggersee, wo man den Untergrund in 5 Meter Wassertiefe noch gut sehen konnte. Ich angelte damals an einem Spot, wo es nur 3 Meter tief war, somit konnte ich meine Montage auf Sicht perfekt ablegen. Als Hakenköder sowie Futter diente mir damals gewöhnlicher Hartmais. Obwohl viele Brachsen in diesem Gewässer unterwegs waren, hatte man nur ganz selten Beifänge – ein Phänomen wie ich finde! Ich legte also meine Montage ab, fütterte ein paar Kilo Mais darüber, am Haar befanden sich wohlgemerkt anfangs 5 Körner! Der Tag, sowie die Nacht vergingen ohne jegliche Aktion. Nach knapp 24 Stunden ließ es mir keine Ruhe und so kontrollierte ich den Futterplatz. Entsetzt musste ich feststellen, dass der Futterplatz absolut leergefressen war, nicht ein Korn lag mehr da, außer die Fünf an meinem Haar! War es nur Pech, Zufall oder lag es doch an etwas anderem? Wieder legte ich die Montage so wie sie war ab, verteilte wieder etwas Mais. Diesmal wartete ich aber nicht so lange und fuhr nach wenigen Stunden wieder raus. Nun ratet mal was wieder geschehen war!? Genau, dasselbe Spiel wieder – Mais weg, Montage lag da! Jetzt musste ich etwas ändern! Mein erster Gedanke war die Maiskette, welche mit 5 Stück natürlich optisch nicht den einzelnen Körner entsprach. Die Gefahr eines Beifanges war eher gering, also startete ich den ersten Versuch mit nur einem Korn am Haar! Nach dem ich die Montage erneut abgelegt hatte, dauerte es keine 2 Stunden ehe ich den ersten Fisch überlisten konnte, welchem dann noch 3 folgten. Kleine Änderung, aber große Wirkung!

Die zweite Geschichte liegt nur ein paar Wochen zurück. Ich beobachtete einen massigen Schuppi an einem Altarm der Donau. Zu der Zeit war das Wasser durch den langanhaltenden niederen Wasserpegel der Donau so klar, dass man den mit Totholz verseuchten Untergrund bis auf 2,5m gut sehen konnte. Der besagte Fisch zog meist ufernah umher, wo ich dann auch mein Glück auf Sicht herausfordern wollte. Erst sog er mein Popup am Zigrig ein paar mal ein ohne sich zu haken, dann schaffte er es auch noch, sich meiner Festbleimontage mit normalen Geflecht und Noknot zu entziehen, aber nicht nur der Große, sondern auch einige kleinere Fische – das alles musste ich mitansehen und wurde vom Feinsten verhöhnt!!! In so einer Situation fragt man sich dann, wie viele Fische einem wohl schon entgangen sind, wo man es aber nicht mitbekommen hat und dachte einfach nur dass sie nichts fressen!!?? Ich war davon überzeugt, dass es am Vorfach liegen musste und so tauschte ich das weiche Geflecht gegen ein Stiffrig...Bingo! Die ausführliche Geschichte und alle Einzelheiten dazu findet ihr, wenn ihr wollt, in einer der nächsten Ausgaben des Carp and Fun, allerdings erst im Herbst!
LG, Patrick Wanhal

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