04.10.13

Max ist zurück

Team Kordas Max Brodehl ist back in the game mit einem dicken, charakteristischen Spiegler. Das hat er uns zu erzählen:

„Nach einer Kreuzband-OP Anfang August konnte ich nach 5 Wochen endlich die dämlichen Krücken in die Ecke legen. An Angeln war jedoch immer noch nicht zu denken. Das Tackle-Schleppen, unebener Untergrund und die Instabilität im Knie ließen mich noch weitere 2 Woche auf der Couch schmoren. Während dessen liest man von einem neuen PB in Österreich, Koi-Karpfen in NRW und weiteren Top-Fischen in der ganzen Umgebung. Arrrgh…. Ich freue mich riesig für die Jungs. Aber der Drang, endlich wieder selbst ans Wasser zu gehen, wird dadurch natürlich nicht geschmälert.
Letzten Sonntag war es dann endlich soweit. Nach knapp 8 Wochen Zwangspause endlich wieder mal für eine Nacht ans Wasser. Mit wenig Gepäck ging es an meinen Platz. Meine Taktik: Eine Rute direkt auf dem Futterplatz, die andere Rute mit einem PVA-Bag als Falle etwas abseits des Futterplatzes abgelegt.

Als die Ruten, Camp etc. aufgebaut waren, ging es endlich in den gemütlichen Teil des Abends über. Eine Tasse Kaffee und der Blick aufs Wasser. So sehr hatte ich mir diesen Moment herbeigesehnt. Mein Handy gab leider den Geist auf. Daher wollte ich es am Auto kurz aufladen. Dort angekommen gab auf einmal meine Funkbox einige Töne von sich. Also schnell zurück zum Angelplatz. Schon ging das kratzende Signal der Funkbox in einen Dauerton über! Ich hinkte an meinen Platz, vermutlich sah das so ähnlich aus wie bei den professionellen „Gehern“ - also ziemlich komisch… Als ich die Rute aufgenommen hatte merkte ich einen kurzen Schlag und daraufhin sofortige Entspannung. Der Fisch hatte sich gelöst. Normalerweise würde ich erst einmal durch die Gegend fluchen aber irgendwie scheint die Zwangspause meine Motivation, endlich wieder einen Fisch zu fangen dermaßen gesteigert zu haben, dass ich die Rute neu beköderte und schnell wieder an den Spot brachte.
Sie lag ca. eine Stunde, als plötzlich wieder einige Töne erklangen. Dieses Mal war ich schneller an der Rute und nach einem kurzen Drill glitt ein schöner Spiegelkarpfen mit ca. 10 Kg in den Kescher. Yes!!! Über diesen Fisch habe ich mich verdammt nochmal sehr gefreut!!!

Mitten in der Nacht riss mich die Rute mit der „Falle“ abseits des Futterplatzes aus dem Schlaf. Ein altbekannter Spiegler mit einem ungewöhnlichen Schuppenbild konnte dem Futter im PVA Bag nicht widerstehen. Ich entschied mich dafür, die Rute aus dem Wasser zu lassen, da ich den Platz während der bevorstehenden Herbstzeit öfter befischen möchte. Daher flogen nur einige Boilies auf den Spot.
Aber es gab ja noch die Rute direkt auf dem Futterplatz. Diese pfiff am nächsten Morgen ab und mein Gegenüber flüchtete mehrere Male ins Holz. Doch ich entschied das Duell für mich: Ein toll beschuppter, 21 Kilo schwerer Spiegelkarpfen in bester Verfassung glitt in meinen Kescher: Darauf ein „Come on“ in bester Danny F.-Manier!

Einen besseren Einstieg hätte ich mir kaum vorstellen können. Drei tolle Fische! Das hatte mir die letzten Wochen gewaltig gefehlt! Nun heißt es „Vollgas voraus“. Der Herbst kommt und die Rüssler haben Hunger!

Viel Erfolg,
Max Brodehl“

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