13.11.14

Max PB - Max Middelhoff

Unser Freund Max Middelhoff hat seiner Saison schon verfrüht den perfekten Abschluss gegeben - mit einem neuen PB-Spiegler von satten 49 Pfund!

Die letzten Tage und Wochen vor den Herbstferien zogen sich wie Kaugummi. Ich bekam so langsam das Gefühl, die Zeit würde gar nicht mehr vergehen. Fast täglich verschwand ich im Tackle- Schuppen, checkte das Futter, sortierte den Rucksack oder saß philosophierend zwischen dem ganzen Zeug. Ich wollte einfach auf alles vorbereitet sein, denn es sollte vier Nächte an mein Hausgewässer gehen, auf die Jagd nach den „Herbstbullen“.

Endlich war es so weit. Schnell hatte ich meinen Schirm in der kleinen Uferstelle aufgebaut und keine halbe Stunde später lagen die Fallen auf ihren Plätzen. Da das Gewässer sehr strukturarm ist, setzte ich voll und ganz auf attraktves, weitgestreutes Futter, um die Fische möglichst schnell auf den Platz zu ziehen.
Es konnte kaum besser laufen. Die Fische bissen, die Sonne wechselte sich mit dem Regen ab und ich war glücklich, Teil der Natur zu sein. So langsam stieg auch das Durchschnittsgewicht und die ersten Dreißiger fanden ihren Weg in die Tiefen meines Keschers. Für den letzten Tag wollte ich noch einmal alles geben. Ich band neue Rigs, warf die frisch beköderten Montagen akkurat in den Clip meiner Rollen und fütterte großflächig einen Mix aus Tigernüssen und Squid/Robin Red Boilies. Ich wollte den Fischen durch die große Futterfläche Vertrauen schenken und sie in Bewegung halten. Mein Plan ging auf. Pünktlich zur Morgendämmerung lief eine meiner Ruten mit einem Spiegler, hoch in der dreißig Pfund Marke, ab und so ging es weiter.

Es war mittlerweile gegen 15 Uhr, ich saß gerade Tee trinkend und telefonierend vor meinem Schirm, da meldete sich mein rechter Neville erneut. Ich nahm die Rute auf und nach etlichen bangen Minuten, in denen der Fisch eine Flucht nach der anderen hinlegte, zeigte ein unglaublich großer Spiegler seine goldgelbe Flanke. Mir war sofort klar, dass ich mit diesem Fisch ein zweites Mal in diesem Jahr meinen „Personal Best“ geknackt haben musste. Nach dem sich meine Vermutung durch die Waage bestätigte, entließ ich den Urian nach einigen schnellen Fotos wieder in sein Element. Mit dem Zurücksetzen entwich meine innere Anspannung. Ich schwebte wie auf Wolken und mir war sofort klar, dass diese Session gelaufen war. Zufrieden packte ich langsam meine Sachen zusammen und verließ den See.
Max

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