01.02.16

Mission erfüllt - Christoph Freuen

Winterangeln, ich mag es ja sehr. Die Ruhe und einsame Stille am Wasser haben etwas magisches. In den letzten Wochen kam in regelmäßigen Abständen immer wieder Futter auf die Plätze und ich fische des Öfteren für ein paar Stunden oder eine kurze Nacht, um zu prüfen ob und wie die Fische auf das Futter reagierten. Je nach Aktion veränderte ich die Futtermenge. Es lief bisher ganz gut. Nur der wirkliche Winter, mit Schnee, fehlte noch. Dann ging es auf einmal ganz schnell. Ich hatte erneut eine kurze Nacht eingeplant. Es sah zuerst nicht wirklich gut aus. Der vor zwei Tagen eingesetzte Frost löste scheinbar Unmengen an Kraut und Algen vom Gewässerboden, welches dann zusammen mit einer starken Unterströmung ein effektives Angeln erst einmal unmöglich machte. Die Montagen wurden stark verzogen und die Schnur glich eher einem riesigen Krautaal als irgendetwas anderem. Gegen Abend sollte der starke Wind, so sagte es die Wetter App voraus, nachlassen und ich hoffte, dass dann auch die Unterströmung wesentlich geringer werden würde.



Starkes Aroma, knallige Farbe, richtig im Winter

Krasse Unterströmung...

Am frühen Abend passierte es dann. Die Ruten waren noch nicht wieder im Wasser als plötzlich ein kurzes aber heftiges Wintergewitter über mich hinwegfegte. Blitz und Donner, begleitet von starkem Schneetreiben. Alles nur eine viertel Stunde lang aber sehr heftig. Als sich draußen alles wieder beruhigt hatte und ich meinen Kopf aus dem Zelt steckte war alles weiß. Fett weiß. Dazu hatten der Wind und auch die Unterströmung komplett nachgelassen. Geil, sollte sich tatsächlich alles zum Optimum wenden? Die Ruten konnte ich jetzt gezielt werfen und die Montagen blieben auf ihren Plätzen liegen. Alles Gut. Kurz nach Mitternacht kam dann der erlösende Alarm und schon bald fand sich ein feiner Spiegler im Kescher wieder. Jawohl! In der Aufregung fiel mir erst jetzt auf, das es nur in der Thermounterwäsche verdammt kalt war. Da ich Fische, generell und erst recht im Winter nicht gerne hältere, lichtete ich den Fisch, nachdem ich mich warm eingepackt hatte direkt ab. Schneefoto 2016 abgehakt. In den Morgenstunden lief dann tatsächlich noch ein weiterer Spiegelkarpfen ab. Als Zugabe sozusagen. Herrlich! Somit hatte die lange Vorarbeit in Kombination mit dem richtigen Timing und natürlich auch einer Portion Glück sich wieder einmal gelohnt!
Winterangeln! Herrlich! Euer Christoph Freuen

Viel treibendes Kraut

Es lag Schnee!

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