25.10.16

Mit Partikeln zur Mega-Session - Stefan Lutzer

Mit den von vielen anderen Anglern ignorierten Partikeln startete ich in diesem Jahr schon einige Trips an meinen Hausgewässern. Nun stand eine zweiwöchige Futteraktion an einem meiner Hausgewässer an. Ich wage es zu behaupten, dass im Laufe der Saison kaum einer der dort angelnden Kollegen den guten alten Hartmais benutzt. Eher greifen sie zu Boilies und präparieren damit ihre Plätze. Viele füttern auch Partikel bei, benutzen dann aber lieber Boilies als Köder. Dabei bringen Partikel eine Menge Vorteile und lassen sich auf verschiedenste Art und Weise präparieren. Ob mit Gewürzen, Liquids oder Flavours. Sie sind günstig und einfach herzustellen. Ich lasse meine Partikel 24 Stunden quellen. Danach koche ich sie für etwa 45 bis 60 Minuten und lasse sie anschließend in dem Kochsud nachziehen. Ready to go. Mit diesen Partikeln begann ich meinen Platz vorzubereiten. Jeden zweiten Tag verteilte ich etwa 2kg Partikel großflächig. In meinem Partikelmix setzte ich wie bereits erwähnt Hartmais ein aber auch Tigernüsse. Das Verhältnis liegt bei mir bei etwa 50/50. Bei der Futtermenge halte ich jeden zweiten Tag für völlig angemessen. Da ich den Platz in die Breite und Länge ziehe, schaffe ich es mit dieser Futtermenge trotzdem überall einen Happen liegen zu haben. Des Weiteren verbleiben die Fische viel länger am Platz und fressen dort vertrauensvoll. Nach zweiwöchigem füttern sollte es nun für drei Nächte an den Platz gehen. Das Wetter passte, sollte es doch in den nächsten zwei Tagen einen Temperatur- und Luftdrucksturz geben. Schnell war alles aufgebaut und die Ruten beködert. Als Montagen nutzte ich Hybrid Lead Clips in die ich 3oz Bleie einhängte. Davor 25cm Dark Matter Rig Tubing. Mit dem Rig halte ich es simpel. 20lb Kamo, 6er Kurv Shank und einen Sinker in die Mitte. Die Vorfachlänge halte ich bei etwa 20cm. Länger möchte ich nicht gehen, da die Fische sich beim Einsaugen von Partikeln wie Staubsauger über den Gewässergrund bewegen. Das Haar lasse ich mit Hilfe von Silikonschlauch im Hakenbogen austreten. So kann ich mir das doch geringe Ködergewicht zu nutzen machen. Wichtig ist es, dass das Haar weich bleibt, so hat der Köder besseren Spielraum und legt sich natürlicher ab. Die beiden Vorfächer beködere ich zum einen mit einer Tigernuss und einem Fake Maizkorn und die andere mit drei Maiskörnern. Lediglich eine Stunde muss ich auf die erste Aktion warten. Ein Spiegler mit 17,4kg auf die Tigernuss. Kurz danach ein Schuppenkarpfen mit 13kg. Tip Top!! Läuft. Ungefähr zwei Stunden später der nächste Biss. Ich spüre deutlichen Gegendruck und nach endlos langen Minuten geht mir einer der Topfische des Sees ins Netz. Ein Spiegler mit mächtiger Schwanzflosse und 24,8kg. Geil!!!

Danach wurde es ruhiger. Ich fütterte noch mal gut nach und holte die Ruten bis zum Morgen aus dem Wasser, um dem Platz und den Fischen Ruhe zu geben. Ich hatte ja schließlich noch zwei Nächte. Über die ganze Nacht hörte ich die Fische auf dem Platz rollen und freute mich auf den morgen. Am Morgen kam noch mal Futter auf den Platz und die Rigs hinterher. Jetzt war es jedoch ruhig geworden. Über den ganzen Tag fing ich insgesamt vier Fische. Ich beschloss, die Ruten in dieser Nacht auch aus dem Wasser zu lassen und erneut Futter drauf zu legen. Der Sonntag startete einmalig. Konnte ich doch bis zum Mittag 5 Fische über 15kg fangen! Darunter ein Halbzeiler und ein Zeiler. Am Nachmittag kehrte Ruhe ein. In meiner letzten Nacht beangelte ich den Platz durch. Konnte eh nicht mehr besser werden! Von wegen!!! An Schlafen war nicht zu denken. Es lief wie Sau! Mitten in der Nacht konnte ich einen schönen braunen Fisch fangen mit etwas über 17kg. Man war das geil!! Bisher konnte ich bei dieser Tour einige Fische fangen, die noch nicht auf meiner Matte lagen. Als sich dann gegen 05.30 die Maschen meines Keschers um einen sehr langen Spiegler legten, konnte ich in meiner Schlaftrunkenheit erst nicht ganz glauben, was ich da gefangen habe. Ist ER doch in diesem Jahr noch nicht gefangen worden. Aber es war wahr. Da war der König des Sees in meinem Kescher. 113cm und 27,4kg. Absolut Happy!!!! Er lebt!! Am frühen Morgen packte ich nach einer Tasse starkem Kaffee ein. Es ging nichts mehr und ich war überglücklich! Da hatte die Umstellung auf Partikel doch vollends funktioniert. Es gelang mir nicht nur, neue Fische zu fangen sondern auch den „verschollenen“ Großen wieder ans Tageslicht zu bringen. Also ich für meinen Teil kann nur behaupten, dass es sich lohnt, mal anders als die meisten zu füttern zu fischen.
Viel Erfolg

So einfach, so effektiv

Die hier hatte viel zu tun...

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