31.03.16

Neue Herausforderung, erste Erfolge - Jan Brase

Mensch das zog sich aber hin! Der Winter kam im Februar doch noch einmal zurück und im Norden war ans Angeln nicht zu denken. Dabei wollte ich in den letzten Wochen meines Urlaubes nochmal richtig angreifen, doch leider hatten Väterchen Frost und der liebe Petrus da oben etwas dagegen! Na gut - Mund abwischen und weiter machen. Ich hatte mir dieses Jahr vorgenommen, ein neues Gewässer zu befischen. Zu lange war ich an meinem Hausgewässer dran, habe viele Karpfen mehrfach fangen können und die letzten Ziele wurden schon im Herbst letzten Jahres erreicht. Dennoch habe ich den Absprung zu etwas Neuem nicht schaffen können und fischte im Winter dort weiter - sehr erfolgreich, aber ohne Herausforderungen. Es musste unbedingt etwas neues her, ansonsten würde sich meine Angelei und auch meine Wenigkeit nicht weiter entwickeln.

Nach ein paar Recherchen mit meinem Kumpel Frank wurde ein See gefunden, über den allerdings - und das ist ja heutzutage schon die Ausnahme - keine Informationen im Internet zu finden war. Schlagartig war dieses Gefühl wieder in mir, etwas Unbekanntes zu erforschen und der Traum lebte, den See mal auf links umzudrehen. Mitte Februar war es dann soweit: Frank und ich fuhren erstmalig an diesen See, um vorab eigene Informationen selbst heraus zu bekommen. Location war angesagt, mit E-Motor und Echolot wurde in jede Ritze gefahren, die Tiefen und mögliche Spots notiert. Das Ergebnis dieser Recherche war eindeutig: Hier wollten wir hin und hier werden wir erfolgreich sein! Der See ist relativ flach, hat wenig Angelplätze, dafür aber umso mehr Spots. Totholz was das Zeug hält sowie ein paar erfolgsversprechende Rinnen beheimatet das Gewässer, hier muss einfach was gehen! Doch leider funkten private Verpflichtungen sowie der hereinbrechende Winter dazwischen und ans Angeln war noch nicht zu denken. Ein paar Wochen später - das Equipment wurde perfekt auf unsere Situation abgestimmt und die Tacklebox inzwischen wieder aufgefüllt - war es dann endlich soweit und die ersten Nächte am "New Lake" standen an. Da die Sonne bei unserer Ankunft ausgiebig scheinte und das Oberflächenwasser dadurch gut erwärmte, beschlossen wir, die flacheren Buchten in Angriff zu nehmen. Meine Bucht hatte einiges an Totholz zu bieten und da es dort keine großen Tiefenunterschiede gab legte ich meine Ruten in 30m Abstand voneinander ab und legte eine kleine Futterspur bestehend aus Maden, zerkleinerten und halbierten Boilies sowie einem Partikelmix. Als Rig diente mir das IQ D-Rig am COG System mit 4er Kurv Shank XX Haken sowie ein Chod Rig, um die Fische aktiv zu suchen. Um den Hakenköder knetete ich noch einen dicken Klumpen Teig , der sich langsam im Wasser auflöst und somit regelmäßig erstklassige Lockstoffe abgibt.

Mach es gut!

Das schmeckt doppelt gut!

Da ich auch nichts über den Bestand wusste, konnte ich auch nicht ahnen, ob das jetzt alles richtig ist was ich da mache, aber versuchen macht klug und dieses Ungewisse ist doch immer wieder der Grund warum wir ans Wasser zurück kehren. Lange brauchte ich mir gar nicht Gedanken machen, ob ich noch etwas übersehen oder einen Fehler gemacht habe, denn gleich nach der ersten Nacht, die Vögel gaben die ersten Konzerte des Jahres und weckten mich vorab mit ihrem Gesang, meldete sich in der Morgendämmerung mein Delkim zu Wort. Der Anhieb saß und nach kurzem aber knackigem Drill konnte ich den ersten Karpfen aus dem neuen Gewässer fangen. Der Blick ins Keschernetz verriet mir auch gleich, dass ich da mal eben auch eine wahre Schönheit ans Band bekommen habe, traumhaft beschuppt und wahnsinnig schön gefärbt. Der Erfolg war gleich auf meiner Seite, damit war jetzt nicht unbedingt mit zu rechnen! Nach kurzem Fotoshooting stand ich einfach nur da und genoss den Wind um meine Nase mit einem breiten Grinsen! Doch das war noch nicht das Ende, ein zweiter Fisch am gleichen Spot konnte einfach nicht widerstehen und schob sich den Leckerbissen zwischen die Kiemen. Dieses Mal dauerte es ein wenig, um den Kollegen in den Kescher zu bekommen. Nach einem tollen Kampf war ich jedoch der Sieger und durfte als Belohnung einen weiteren tollen Karpfen in den Händen halten. Und auch in den darauf folgenden Wochen fanden noch ein paar Fische den Weg auf meine Matte, meine Pläne gingen vollkommen auf! Da schmecken die Cappuccinos in den kalten Frühjahrsnächten einfach noch viel besser! Ich werde in diesem Jahr sicherlich weiter berichten, wie es für mich an dem See läuft. Drückt mir die Daumen, da geht sicherlich noch mehr!

Tight Lines!

Jan Brase

Einzigartig.

Fangwetter.

News ArchiveNEWS ARCHIVE

ARCHIVE