12.06.17

Rückblick zur Halbzeit - Mathias Lange

Ende März ist offizieller Frühlingsanfang - und eine tolle Zeit im Jahr beginnt. Alles fängt langsam an zu blühen, die Natur verändert sich und man freut sich darüber, endlich wieder Angeln gehen zu können. Der April startete gleich einmal mit einem 20kg-Fisch und einigen 30ern. Die Kirsche auf der Sahnetorte war dann ein wunderschöner Fullyscale. Über den freute ich mich besonders, denn solch einen Karpfen fängt man nun wirklich nicht oft! Über diese Session schrieb ich einen ausführlichen Artikel in der CHM (Juni Ausgabe ). Dann kamen erst einmal die Osterferien dazwischen und das bedeutete viel Stress auf Arbeit. Für mich war an angeln in dieser Zeit nicht zu denken. Das Wetter spielte wie oft üblich im April auch noch komplett verrückt. Und gefühlt war der Winter zurück im Lande. Aber nach den stressigen Tagen musste ich unbedingt wieder los, zurück zum See der es bis dato so gut mit mir meinte. Und an dem ich noch einiges vor habe. Ich werde dort sehr viel Zeit investieren, um das Maximum herausfinden zu können. Das geht natürlich nur über viele Angelnächte und Disziplin.
Mittlerweile war es schon Ende April und die Zeit flog nur so davon. Aber auch dieses Mal musste ich keinen blank hin nehmen. Mein Plan bestand darin, dass ich kleine Fallen aus 14-18mm Birdfood-Milchprotein Boilies direkt auf den von mir gefundenen Muschelfeldern oder in kleinen Krautlöchern stellte. Diese Bereiche sind oft Zugruten der Karpfen und Plätze auf denen sie fressen. Meine Taktik funktionierte prima, denn die Wassertemperaturen waren durch den Kälteeinbruch rapide gesunken. Da wollte ich einfach mit wenig aber höchst attraktiven und auffälligem Futter hantieren. Meine Rigs aus robusten Materialien (4er Choddy mit N-Trap und 4er Kurv XX am Camo) funktionierten stets solide und gaben mir das benötigte Vertrauen. Schwere Inlinebleie, 0,55mm XT Snagleader und 0,43er Touchdown sollten den Rest erledigen. Auf diese Materialien kann ich mich immer zu 100% verlassen! Ich setze aus folgendem Grund auf sie: Der See hat viele Muscheln, Breite Schilfgürtel, große Krautfelder und ein paar versunkene Bäume, und da ich den Fisch auch in schwierigen Situationen landen möchte, muss das Material robust sein und halten. Wenn ich so zurück blicke, muss ich sagen, dass ich selten so einen guten April hatte wie dieses Jahr. Das kann natürlich mit vielen Faktoren Zusammenhängen, wie die richtige Gewässerwahl, gute Spots oder das richtige Futter wer weiß. Ich bin natürlich sehr zufrieden und bin gespannt was der Mai bringen wird.

Man könnte schlechter essen, oder?

Guter Spiegler, Ende 30 Pfund schwer.

Der Wonnemonat Mai ist da:
Die Fangmeldungen überschlugen sich regelrecht und gefühlt wurde überall gut bis sehr gut gefangen. So war es auch bei mir. Ich hatte regelmäßig Action und fuhr nie mit einem Blank nach Hause. Der Mai ist einer meiner absoluten Lieblingsmonate, alles fängt an zu blühen und die Natur zeigt sich wieder von ihrer schönsten Seite. Auch die Atmosphäre ist eine ganz besondere und die Tage werden endlich wieder länger. Anfang Mai war eine Session mit meinen guten Freunden Marko und Loreen an einem wunderschönen und glasklaren Baggersee geplant. Die Bedinungen waren zu diesem Zeitpunkt leider alles andere als gut, denn die Temperaturen schossen noch einmal richtig in den Keller und es regnete Tagelang. Das schien den Karpfen zumindest an diesem See regelrecht auf die Mägen zu schlagen. Als dann endlich die ersten Sonnenstrahlen durchkamen, schlüpfte auch noch die Köcherfliege, zu dieser Zeit fing ich immer eher schlecht. Wir machten zusammen das Beste aus der Situation denn Loreen und ich fingen wenigstens jeder noch einen Karpfen. Und mein Trostpflaster dabei war, dass der Karpfen ein guter End-Dreißiger war.
Danach ging es für mich alleine weiter. Ich befischte die verschiedensten Gewässer um die 15-80 Hektar Größe. Die Temperaturen schossen richtig in die Höhe und die Karpfen hielten sich meistens in den Flachwasserbereichen auf und genau dort suchte ich mit meinem Aquaskop und meiner Polarisationsbrille nach ihnen und nach frischen Fraßlöchern.
Der Mai ist für mich auch ein Monat, in dem es auf Arbeit wieder stressiger wird und ich meistens nur für eine schnelle Nacht ans Wasser komme. Aber auch diese können sehr erfolgreich sein, wenn man die Karpfen einmal gefunden hat und ihnen auf die Schliche kommt, dann fängt man sie auch. Ein großer Vorteil war, dass ich nur wenig Futter benötigte, über den ganzen Monat reichten mir vielleicht 10kg Boilies und aus diesen stellte ich kleine Fallen. Dies funktionierte prima. Dazu ein solides Rig, in diesem Fall das German-Rig, und das fangen konnte beginnen. Die Laichzeit ist dieses Jahr irgendwie komplett an mir vorbei gegangen und ich habe davon überhaupt nichts mitbekommen. Nur das Laichen der Brassen war voll im Gange als ich am Wasser gewesen war. Das wirkte sich weder negativ noch positiv auf meine Fangergebnisse aus. Viel zu schnell verflog auch der Mai aber die Notizen in meinem Fangbuch waren für mich sehr zufriedenstellend.

VG Matze..

Das German Rig ist eine gute Wahl, es hakt prima.

Mein bester Fang!

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