11.09.15

Regenbogen-Riesen 1 - Hauke Kleinen

Er ist der See der Giganten, ein Gewässer, von dem viele fasziniert sind: der Rainbow Lake oder auch Lac de Curton, unweit der französischen Atlantikküste. Er bietet die Chance auf den Karpfen des Lebens. Und obwohl er ein kommerziell bewirtschaftetes Gewässer ist, steht er für Abenteuer und extremes Hindernisangeln mit XL-Tackle auf XXXL-Karpfen. Zusammen mit Sascha Pingel, Inhaber des Angelgeschäftes Adventure Fishing in Hamburg, hatte ich die Gelegenheit, den Super-See zu beangeln. Schon im Februar 2010 war ich mit Christopher Paschmanns dort. Diese Tour war bretthart, der See fror zwischenzeitlich teilweise zu, das Wasser im Tieferen hatte gerade mal 3,8 Grad und es ließ gelinde ausgedrückt sehr verhalten. Christopher und ich brachten es auf 7 Karpfen, ein gutes Ergebnis, wenn man die Bedingungen und Fänge der anderen Angler betrachtet. Was uns Vorteile und letztlich den Erfolg brachte, lest ihr in Christophers Buch Karpfenzeit.

Bei der Septembertour war der See wie ausgewechselt. Es war Hochsommer in Frankreich, das Wasser kochte vor Leben, überall zogen fette Schwarzbarsche und die Karpfen, ja die sprangen in einer Tour! Vor allem in unserem Seeabschnitt bei Stelle 21! Was wir in dieser einen Angelwoche erlebten war schlicht und er ergreifend der Wahnsinn! Mehr als 30 Fische, Doppelruns, harte Drills und Meterhechte, die sich als Beifang an die Rigs verirrten. Ich will euch in zwei Teilen von der Session berichten. Im zweiten Teil geht es um die Taktiken und mein ganz persönliches Highlight, einen unfassbaren Urfisch mit mächtig Gewicht. Hier ein paar Fakten zu den Rigs: Christopher hatte mir freundlicher Weise eine Reihe neuer Produkte für extreme Situationen eingepackt: das spleißbare DuraKord kam als Vorfach- und Leadermaterial zum Einsatz, das neue Kable XT Leadcore als Leader, die XT Snag Line in 60lb hielt bei jedem einzelnen Fisch und Extremdrills im Holz ohne Probleme. Kamo in 50 und sogar 65lb ließ sich mit 2er Haken gut zu extrem stabilen Rigs verarbeiten. Ich muss sagen, so furchtbar grob wie an diesem See habe ich noch nie zuvor gefischt: kleine Boilies und Partikelköder an 2er Haken mit Mörder-Bleien und all dem – grauenhaft, aber absolut nötig an diesem See der Superlativen. Jedenfalls verloren wir keinen Fisch durch Abriss im Holz! Etliche Karpfen wogen über 20 Kilo, ein Twotone mit 27 Kilo war dabei und zwei echte Granaten über 30 Kilo, die ich euch im zweiten Teil des Rainbow-Updates zeigen möchte.
Grüße,
Hauke

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