25.09.13

Rettet den Wal

Unser Freund Thomas Di Bernado aus Österreich ist froh, dass sich endlich der Herbst ankündigt. Doch trotz der Rekordtemperaturen von bis zu 39,9 Grad war er im Sommer einige Nächte draußen – und wurde belohnt! Lesen sie selbst:

„Der Sommer 2013 wird in die Geschichte eingehen, bei uns im Süden Österreichs überschritt das Thermometer jeden Tag über Wochen hinweg die 35-Grad-Marke mit Höchstwerten von bis zu 39,9 Grad! Einfach Wahnsinn!
Auch die Wassertemperaturen hatten schnell die 30 Grad Marke erreicht.

Ich musste mich schon richtig aufraffen, um Angeln zu gehen. Oft kämpfte ich abends gegen den inneren Schweinehund, packte dann ziemlich spät doch noch meine Sachen und machte mich für eine Nacht auf ans Wasser. Wenigstens nachts konnte man es einigermaßen draußen aushalten. Ab und zu begleitete mich auch mein Sohn, wenn ich das Bivvy gegen die Kajüte meines Bootes eintauschte. Für ihn ist es genauso wie für mich noch immer ein großes Abenteuer, unter freiem Himmel zu ankern und die Bergkulisse zu bewundern.

Es war in einer dieser heißen Nächte: Der erste Run kam viel schneller als erwartet. Bereits beim Aufnehmen der Rute merkte ich, dass es sich um ein besseres Exemplar handeln musste. Keine wilden Kopfstöße, keine schnellen Fluchten. Der Fisch blieb tief und nahm immer wieder ordentlich Schnur.
Nach einem schier endlosen Drill im Freiwasser schwamm er sich in einem Seerosenfeld fest, keine fünf Meter vom Kescher entfernt! Grrrr, in solchen Fällen bin ich froh, mich auf mein Material verlassen zu können. Abwarten, ziehen und zerren half nichts, also einfach Hose ausziehen und rein ins Wasser. Die Mission Rettet den Wal erledigte ich zwar nicht gerade elegant, aber mit Bravour. Die Maschen des Keschernetzes schlossen sich um einen massigen Karpfen.
Jetzt erst konnte ich die Ausmaße des urigen Spieglers bewundern.


Ein Freund von mir, der gerade zu Besuch war und alles miterlebte, sagte nur: „Rekord-Winter, Rekord-Sommer und jetzt diese mächtige Spiegeldame – Cheers!“ Danke Franz fürs Fotografieren und Fisch versorgen.
Weil ich kein Freund vom Hältern bin fotografierten und wogen wir den Fisch umgehend. Gerade bei diesen Temperaturen tut man gut daran, den Fisch schnellstmöglich zu versorgen. Und so wird er vielleicht irgendwann mal meinen Sohn glücklich machen, wenn er seine ersten Nächte alleine am Wasser verbringt.
Euer Thomas Di Bernardo“

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