12.01.15

River Update II - Peter Haudum

Schon vor Monaten berichtete uns Team Korda Österreichs Peter Haudum, dass er sich 2014 voll dem Flussangeln verschrieben hat. Noch im Dezember, kurz vor Jahresende, sollte ihm der Strom ein besonderes Geschenk machen. Peter Saisonziel erreichte er an einem besonderen Tag:

Ich blieb meinem Plan, den Rest der Saison am Fluss zu verbringen, treu. Gerade auf die Angelei in der kalten Jahreszeit freute ich mich riesig, da der arbeitsbedingte Stress langsam nach ließ und mir mehr Zeit zur Verfügung stand. Ein weiterer nicht unvorteilhafter Aspekt der Winterangelei ist, dass sich die Gewässer leeren und man bei der Spotwahl nicht eingeschränkt ist. Leider sind in meiner Umgebung Fischmagnete wie Warmwassereinläufe nicht vorhanden, bzw. darf man diese nicht beangeln oder man muss eine Ewigkeit warten, um mit sehr viel Glück und ein bisschen Vitamin „B“ eine Lizenz zu ergattern, doch trifft dies nicht auf mich zu.

Das von mir auserwählte Gewässer ist nicht sonderlich Tief, im Schnitt nur ca. 2,50 m. Doch der Umstand, dass dieser Abschnitt mit dem Hauptstrom in Verbindung steht, macht ihn so interessant. Viele Fische ziehen, wenn die Temperatur im Hauptstrom fällt, um Energie zu sparen, in diesen strömungsberuhigten Bereich und überwintern dort. Als absoluter Hotspot hat sich dabei eine kleine Flussmündung herauskristallisiert. Neben Sauerstoff und natürlicher Nahrung bildet der Einlauf eine Art Sperre gegen das kalte, drückende Wasser vom Hauptstrom und ist in der Regel etwas wärmer als das restliche Gewässer.

Mit der Markerrute bewaffnet, fand ich unterhalb der Flussmündung eine kleine Kante von ca. 30 cm in einer Distanz von 26 Rutenlängen, die von den Baggerarbeiten nach dem Hochwasser stammte. Diese Kante fütterte ich wenn möglich täglich mit ca. 1 kg gedippten Big Fish 60 ICE Kugeln in unterschiedlichen Durchmessern. Auf Partikel verzichtete ich vollkommen, da die Fische den Lärm von den einschlagenden Spods nicht gewöhnt waren und negativ darauf reagierten.

Diese Taktik erwies sich als goldrichtig, denn ich konnte bei jeder Session mehrere Fische pro Nacht auf die Schuppen legen. Mein absolutes Highlight war ein herrlicher, langer Spiegler mit 21 Kilo. Dieser Fisch mit seinem Ausnahmegewicht bedeutete an sich schon, dass ich mein Saisonziel 2014 erreicht habe – sozusagen auf den letzten Drücker. Doch was den Fang noch spektakulärer machte: Er biss an meinem Geburtstag! Ein schöneres Geschenk hätte ich mir nicht machen können!
Bleibt dran,
Peter Haudum.

News ArchiveNEWS ARCHIVE

ARCHIVE