23.04.16

Sinne schärfen, Fallen stellen - Andreas Hetzmannseder

Herzlich Willkommen, liebe News-Leser! Der Frühling hat mittlerweile ja schon ganz ordentlich Einzug genommen und erweckt unsere Gewässer wieder zum Leben. Einfach herrlich! Die Fische, so scheint es mir, danken es ihm und beissen seit einigen Tagen ganz gut.
Auch Ich habe in den letzten 4 bis 5 Wochen schon recht viel Zeit am Wasser verbracht. Ist ja auch klar, nach einer 2-monatigen Winterpause, in der mich die Uni ordentlich auf Trab hielt, willst Du bei den ersten Sonnenstrahlen im zeitigen März nur eins: angeln. Ich glaube da geht es wohl nicht nur mir so? Ganz egal an welchem Gewässer man seine Runden an den Wochenenden drehte - überall fand man zumindest eine Hand voll grüner Bivvies. Ich reihte mich ebenfalls ein. Gemeinsam mit Bruder Felix schlug ich mein kleines Camp auf einem eigentlich recht guten Spot, an einem österreichischem Baggersee, auf. Der Spot war zentral gelegen, mit abgestorbenen Krautfeldern und sowohl schlammigen als auch härteren Strukturen auf Wassertiefen von 4 bis 6 Metern. Oft sind solche Spots eine vielversprechende Ausgangsposition, um im Spätwinter die ersten Bisse zu bekommen, wenn die Fische noch tief stehen. Mit großer Sorgfalt präsentierten wir attraktive Köder an durchhängenden Schnüren und hofften auf Aktion. Vergebens. Wir blankten erstmal voll ab.
Zwei Tage lang hatten wir eine leblose Wasserfläche vor unseren Augen, kombiniert mit hohem Angeldruck von mehreren Seiten. Vorprogrammiert, dass hier nicht mit viel Aktion zu rechnen war.

Schon frühmorgens, lange bevor es noch hell wurde, packten wir am dritten Morgen unsere Angelsachen auf die Trollys, beobachteten im ersten Tageslicht verschiedene Gewässerbereiche und angelten fortan mit leichtem Gepäck direkt vom Trolly runter. Kurz vor und nach der Laichzeit habe ich diese Taktik schon oft angewendet, fast immer mit Erfolg, denn die Fische sind dann meist einfach lokalisiert. Im Spätwinter allerdings ist es um ein vielfaches schwieriger, die Fische zu finden und fordert dich weit mehr heraus. Viele Stunden vergingen ohne nennenswerte Anzeichen. Fröstelnd und genervt marschierst du dann um dein Gewässer herum und siehst: Nichts. Erst in den späten Vormittagsstunden, wir waren schon einige Zeit auf den Beinen, verriet sich ein kleiner Schuppi in einer flachen Bucht, kurz darauf ein zweiter, etwas größerer Fisch. Genau das sind die Zeichen die du jetzt finden willst.






Mein erster 2016!

Gebt ihnen GOO :-)

Innerhalb weniger Minuten waren die Ruten mit frischen Popups am Chodrig bestückt und mit leichten Bleien, unauffällig, quasi zwischen den Fischen abgelegt. Noch während ich mein Netz zusammensteckte schnappte die erste Falle zu. Ein Schuppi von gut 25 Pfund sollte mein erster Fisch für 2016 sein. Wir waren beide zufrieden, noch dazu war es ein richtig goldener Brocken und bestätigte, dass wir den richtigen Weg eingeschlagen hatten. Innerhalb weniger Stunden Angelzeit fingen wir kurz darauf 4 Fische, mit nur einigen wenigen, in Goo gesoakten Pop Ups und einer guten Hand voll 14mm-Boilies als Beifutter. Auch so effektiv und einfach kann angeln manchmal sein.
Für den darauffolgenden Morgen wollten wir unsere Strategie natürlich beibehalten, attraktive Pop ups, Chodrigs und leichte Bleie unauffällig zwischen die Fische werfen. Erneut gingen, während sich die Sonne am Horizont empor kämpfte, 3 Fische auf unser Konto. Neben einer Brasse und einem guten Dreißiger auch eine echte Perle von Schuppenkarpfen, der die 50 Pfund weit hinter sich lies!!! Da bist du erstmal richtig baff, wenn sich die Maschen um einen 1-Meter-Fischlaib schließen und der kleine 8er Choddy Haken noch immer perfekt in der Unterlippe sitzt. Kaum war der mächtige Schuppi abgelichtet, machte sich aber auch schon wieder ein Wetterwechsel bemerkbar - März eben. Der kurze Fangrausch war wieder vorbei. Wie befürchtet, verschwanden die Fische, so schnell wie sie gekommen waren. Wir mussten wieder alles auf Null setzen, unser kleines Camp abbauen, auf den Trolly beladen, Polbrille raufsetzen, die Sinne schärfen und wiedermal ums Gewässer marschieren. Immer in der Hoffnung, die Fische zu lokalisieren und direkt instant zu befischen. Wie es uns weiterhin erging, ob wir noch einmal auf Fisch gestoßen sind und welche Kleinigkeiten ich bei dieser aktiven Angelei nicht mehr missen möchte: In Kürze in dieser Rubrik!
Fangt was! Andi Hetzmannseder

Bändigt auch Riesen: 8er Choddy

Über 27 Kilo - ein Traum!

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