21.09.17

Spätsommer-Sternstunde mit Hindernissen - Basti Krätz

Es ist Ende Sommer und bereits jetzt schaue ich auf eine sehr rasante und abwechslungsreiche Saison zurück. Ich habe in diesem Jahr kaum ein Gewässer öfters als zwei oder drei Mal befischt. In der Regel habe ich meine festen Gewässer und plane zusätzlich den ein oder anderen Trip wenn es denn die Zeit zulässt. In 2017 hingegen ist einfach alles anders. Bis Dato standen eine Menge neuer Seen und sogar das Flussangeln auf dem Plan. Doch es ist nicht immer einfach als Unerfahrener ohne die nötigen Kenntnisse von einem neuen Gewässer für alle Situationen gerüstet zu sein. Diese Erfahrung musste ich auch am vergangenen Wochenende wieder machen.

Eingestellt auf ein paar lockere Nächte mit Spots auf Wurfdistanz, wurde ich am See doch schnell unangenehm überrasch. Der komplette äußere Bereich war einige Meter breit mit dichtem Kraut zugewachsen. Was also tun wenn man nicht immer genau das passende Tackle in der Tasche hat?

Schick und funktional.

Das ist mal ne Flosse!

Richtig, natürlich das Beste aus der Situation machen! Um die Fische trotz dem dichten Kraut auch landen zu können entschied ich mich für das COG-System. Seit längerer Zeit setze ich diese Montage sowohl beim Werfen, als auch beim Ablegen vom Boot sehr erfolgreich ein. Durch den optimalen Hakeffekt erhoffte ich mir mehr Fische sicher aus dem grünen Gestrüpp ziehen zu können. Wenn der Fisch mit dem Kopf schlägt klinkt sich das Rig vom Blei aus und ich fische einen normalen Safetyclip der das Blei bei Bedarf frei gibt. Als kleine Modifikation für den Einsatz im Kraut habe ich vor das COG noch ein Schrotblei gesetzt um zu verhindern, dass sich das System im dichten Kraut auf der Hauptschnur verschieben kann.

Das Angeln entwickelte sich im wahrsten Sinne des Wortes zu einer richtigen Krautschlacht. Für jeden Fisch musste ich in die Falte und mir jeden einzelnen Meter zum Fisch mühsam erkämpfen. Eine Menge Arbeit, die sich aber mal so richtig bezahlt gemacht hatte. Mein Haken saß bei jedem Fisch sauber in der Unterlippe und die Verluste waren sehr gering. Rückblickend kann ich sagen, dass ich trotz anfänglichem Schock und darauf folgender Enttäuschung die Situation doch für mich nutzen konnte und eine meiner besten Sessions in dieser Saison zu verbuchen hatte. An dieser Stelle auch nochmals vielen Dank an einen guten Freund, der mir in diesen Tagen auch mit seiner Kamera zur Seite stand.

Tackle Safe - nie mehr ohne.

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