24.03.17

Spätwinter am Roadlake - Nils Thönnes

05.03.2017, 12:30 Uhr, angekommen!
Christian und ich waren die letzten der Korda Jungs, die zum Drawing am Roadlake erschienen. Beim Drawing zieht man eine Nummer für die Stellenwahl. Habe ich also Glück und ziehe Nummer 1, darf ich auch als erster aussuchen. Ich hatte leider Nummer 7 und war etwas eingeschränkt in meiner Auswahl, konnte aber zum Glück noch einen Platz ergattern, von dem ich einen ganzen Seeteil für mich hatte: "Billys". Christian entschied sich für den nächsten Platz neben mir.

Als ich ankam und mir die Buschreihe ansah, die ich befischen wollte, konnte ich ein paar Fische am Ufer ausmachen! Sie zogen direkt an einer unterspülten Uferkante entlang. Jackpot dachte ich mir. Nachdem alles für die Woche aufgebaut und bequem eingerichtet war, fütterte ich mit gecrushten Cell Boilies und Dosenmais die besagte Uferkante an, um dann später auch eine Rute dorthin zu legen. Ich hatte den Vorteil von dem Platz aus, direkt an die Büsche zu kommen, weil in der Woche zuvor die "Workparty" stattfand und einiges an Sträuchern die sonst im Weg gewesen wären, weggeschnitten wurden. Ich fischte eine Rute also direkt in der Ecke wo ich die Fische sehen konnte mit zwei gelben Pop Up Corns am Haar, eine etwas weiter aus der Ecke raus mit einem Cell Wafter und die dritte Rute war meine Jokerrute mit einem Hinged Rig, falls sich die Fische in meinem Areal zeigen sollten. Die erste Nacht verlief ruhig man hörte zwar überall Fische springen aber die Bissanzeiger blieben still. Als ich mit einem frisch gebrühten Kaffee aufs Wasser sah, konnte ich im Augenwinkel meine rechte Rutenspitze wippen sehen, noch bevor mein Bissanzeiger sich meldete! Der Fisch hatte für seine Größe beachtliche Kraft, und das obwohl das Wasser mit acht Grad noch kalt war und Fische im Winter eigentlich eher träge sind! Der erste am Roadlake in der Woche!

Nach so einem Anfang konnte für mich eigentlich nichts mehr schiefgehen, Fakt war, dass ich nicht mehr als Schneider heimkehren werde. Ich überlegte mir den Platz nach dem Fisch immer wieder zu füttern und erst einmal nicht mehr darauf zu angeln, um die Fische Vertrauen aufzubauen zu lassen. Vielleicht würde ich so einen der größeren Fische fangen können. Wegen des steigenden Luftdrucks setze ich außerdem auf Zig Rigs. Weil ich um ehrlich zu sein null Ahnung davon hatte, schrieb ich Daniel Brünkmans kurzerhand und wurde daraufhin mit den wichtigsten Informationen versorgt. Im fünf Meter tiefen Wasser verwendete ich ein 8ft. Ready Tied Zig Rig mit schwarzem Schaumstoff als Hakenköder. Bei so hellem und klarem Wasser soll schwarz die beste Farbe sein! Tatsächlich geschah am späten Nachmittag dann das für mich vorher unglaubliche, Biss auf mein Zig Rig! Wegen dem 10er Mixa Barbless Hook und der dünnen Vorfachschnur gestaltete sich der Drill etwas schwieriger, es war Vorsicht angesagt, um den Fisch nicht zu verlieren. Aber es klappte und ich konnte den Fisch sicher landen! Ein schöner Spiegler mit fetten Schuppen lag nun im Netz und wartete darauf fotografiert zu werden.

Wegen dem Wetterumschwung mit Kälte und viel, viel Regen lief an den nächsten Tagen weder auf dem Futterplatz noch auf die Zigs im Freiwasser irgendwas. Auch hörte man wie in den Nächten zuvor keine Fische mehr springen, es schien als seien die vielen Fische ganz woanders aber nicht mehr im See. Ich konnte mich für meinen Teil aber überhaupt nicht beschweren. Christian und ich fuhren schon am Donnerstag nach Hause, weil wir beide noch Termine hatten. Team Korda Austria Angler Thomas Di Bernardo und Marketing Manager Italien Oscar Brugger blieben noch bis Freitag. Tatsächlich konnte Thomas dann noch einen Last Minute Fisch am Freitagmorgen fangen – sogar einen der dickeren. Nochmal Glückwunsch an dieser Stelle!

Morgenstimmung am Roadlake

Ich setzte auf Sticks und Zigs

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