15.07.19

Startschuss - Max Brodehl

Nach den vielen Messen im Winter hat man doch schon immer wieder große Lust endlich vernünftig fischen zu gehen. Es kribbelt in den Fingern, die Tackleboxen sind aufgefüllt und die Futtervorräte aufgestockt.

Zwar konnte ich im Frühjahr den ein oder anderen Karpfen mit ein paar Single Hookbaits fangen – einen wirklichen Saisonstart verspürte ich aber nicht. Die Zeit verging schnell. Beruflich eine Messe hier und im Ausland unterwegs, Urlaub mit der Freundin, Gartenarbeit dort usw. … Und plötzlich war es schon wieder fast Sommer. Wahnsinn, wie schnell die Zeit vergeht.
Ich fand für eine kurze Session an einem Wochenende Zeit und wollte diese bestmöglich vorbereiten. Ich ging einige Tage vorher um den See und suchte nach Fischen. Nach einer gefühlten Ewigkeit dann endlich ein Zeichen von Fischen. Zunächst nahm ich einen großen Ring war. Anschließend sah ich Blasen vom Grund hochkommen – schließlich hatte ich dann die Fische gefunden. Schnell verteilte ich großflächig einige 15mm Boilies. Dieses Prozedere wiederholte ich dann weitere 2 Tage. Immer um die gleiche Uhrzeit flogen ein paar Leckereien an den Platz.
Freitags kurz vor Feierabend, die Uhr tickt und dann war es endlich so weit – ab ans Wasser.
Ich war glücklicherweise etwas früher am Spot im Vergleich zu den Futterzeiten. So konnte ich in aller Ruhe meine Ruten vorbereiten und auswerfen. Am Angeltag fütterte ich nochmal die gleiche Ration Futter. Anstatt auffällige Köder zu nutzen verwendete ich selbst hergestellte Cork Ball Wafter. Diese ähnelten dem umliegenden Futter, waren jedoch um einiges leichter. Ganz „Oldschool“ verwendete ich noch einen kleinen PVA Stick mit gekrushten Boilies. In der Vergangenheit hatte ich damit immer gute Erfahrungen gemacht und in einer gewissen Weise kann man damit seinen Hakenköder vom umliegenden Futter hervorheben, ohne dass die Präsentation direkt zu auffällig wird.
Meine Rigs hielt ich ebenfalls sehr einfach: Dark Matter Coated Hooklink kombiniert mit einem 6er Kamakura Wide Gape. Für etwas mehr Beweglichkeit entfernte ich ein paar Zentimeter von der Ummantelung. Dazu noch ein Kicker, etwas Knetblei und fertig war mein Rig ohne jeglichen Schnick-Schnack.

Fast pünktlich, als die abendliche Futterration ins Wasser flog meldete sich schon mein Bissanzeiger. Der erste Fisch der Session ging ab wie ein Zäpfchen und ich hatte meine Mühe ihn fern von den Unterwassergestrüpp zu halten. Als er dann im Kescher war fühlte es sich wie ein wirklicher Startschuss für diese Saison an.
Ich war gerade dabei die Rute wieder neu zu beködern, da lief die andere Rute ab. Der Drill verlief ähnlich wie der erste. Ein mächtiger Schuppi glitt nach einem kurzen Kampf in die Maschen – GEIL.
Nun waren beide Ruten aus dem Wasser. Nach dem ersten Fisch entschied ich mich dafür erst einmal nicht nachzufüttern. Der zweite Fisch innerhalb kürzester Zeit ließ mich aber umdenken. Ich war fest der Meinung, dass Fische am Platz sind und auch fressen. Also gab es nochmal eine Zusatzration an Futter, um die Fische bei Laune zu halten. Die Taktik ging auf und weitere Fische bissen bis zum nächsten Morgen.
Völlig übermüdet aber extrem zufrieden packte ich dann im Dauerregen zusammen und ließ meinen persönlichen Saisonstart noch einmal Revue passieren.
Die Motivation ist jedenfalls extrem hoch und ich kann es kaum erwarten die nächsten Aufgaben anzugehen. Ich hoffe, dass ich an einer anderen Stelle darüber etwas zu berichten habe.
So long…
Tight lines

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