26.01.17

Startschwierigkeiten - Christoph Freuen

Weihnachten liegt hinter mir und bis auf wenige Stunden somit auch die Angelsaison 2016. Hätte ich bereits im Frühjahr erahnt wie erfolgreich sich meine Saison entwickeln würde, meine Wangenmuskulatur hätte vor lauter Grinsen athletische Ausmaße angenommen. Dabei fing es doch, aufgrund eines recht kalten und verregneten Frühjahr echt zäh an. Die Wassertemperaturen wollen einfach nicht steigen. War es dann mal ein paar Tage sonnig und ich schöpfte Hoffnung folgte umgehend wieder kalter Regen. So zog es sich bis in den Juni hin. Die Fische wollten laichen, brachen wieder ab und ich hatte echt meine liebe Mühe mir ein paar Fische „einzusammeln“. Futterplatz hin oder her es lief nicht richtig.
Ab Ende Juni wendete sich das Blatt. Brachial sogar. Meistens angelte ich auf meinem sorgfältig gepflegten Futterplatz nur eine Nacht. Danach hatte ich regelmäßig mehrere neue Einträge in mein Fangbuch und dazu ein echt gutes Durchschnittsgewicht. Es lief. Allerdings ging die ganze Arbeit, obwohl sie von Erfolg gekrönt war, nicht spurlos an mir vorbei. Wochen, ja mittlerweile Monate regelmäßig füttern fahren, früh morgens oder spät abends, teilweise nachts wenn es zeitlich sonst nicht passte. Immer dasselbe Wasser vor der Zelttüre. Immer eingezwängt auf dieser kleinen Stelle. Ich brauchte Abwechslung. Sofort.
Den August über angelte ich ohne festen Plan. Einfach angeln. Mal hier, mal dort. Das machte den Kopf frei. Mehrere Touren zusammen mit meinem Kumpel Stefan. Wir hatten Spaß und fingen großartige Fische.
Dann stand mein persönliches Saisonhighlight an. Eine Woche angeln in Frankreich. Zusammen mit meiner Mutter! Sie wird auch nicht jünger und der See mit Ferienwohnung, den ich für uns über The Carp Specialist gebucht hatte, war für dieses Vorhaben wie gemacht. Top! Mein Kopf blieb frei und wir verbrachten eine wirklich sehr angenehme, ruhige und nebenbei auch noch Fischreiche Woche am Wasser miteinander. DAS war Urlaub!
Zurück in Deutschland ging es mit meiner Angelei im Freestyle weiter. Noch. Denn so langsam wurde es Zeit sich über den bevorstehenden Herbst und den Winter Gedanken zu machen. Diese Aktion wollte ich wieder zusammen mit meinem Kumpel Stefan angehen. Wir starteten zu Anfang Oktober mit dem Aufbau eines gemeinsamen Futterplatzes. Parallel dazu, angelte ich noch an einem zweites Gewässer. Auch hier sollte regelmäßiges füttern den Erfolg bringen. Allerdings zogen mir, nach anfänglichen Erfolgen Horden von Reiherenten einen dicken Strich durch meine Planung. Es brachte alles nichts. Füttern am späten Abend oder Nachts, sie waren einfach immer da. Da man ja bekanntlich nicht auf mehreren Hochzeiten tanzen kann, ließ ich diesen Platz fallen und konzentrierte mich auf die gemeinsame Angelei mit Stefan.
Das war auch gut so. Es lief wieder. Durchschnittlich fingen wir 4 gute Fische pro Nacht. Von kleinen Fischen blieben wir verschont. Das war genau das war wir wollten und unser Plan und die geleistete Vorarbeit gingen scheinbar auf. So angelten wir den Herbst durch bis ins jetzt.
Und jetzt? Jetzt ist er da, der Winter und das Jahresende. Bei meiner letzten Nacht alleine am Wasser, schweiften meine Gedanken zurück durch die zurückliegende Saison. Passend dazu blätterte ich mich durch mein Fangbuch. Eigentlich könnte ich ruhigen Gewissens einen Haken dahinter machen. Sie war gut. Sie wurde großartig. Trotz Startschwierigkeiten.
Gruß Christoph Freuen

Abendstimmung mit Kerzenlicht - was gibt's schöneres?

Meine Rigs halte ich einfach, aber immer nadelscharf!

News ArchiveNEWS ARCHIVE

ARCHIVE