13.10.15

Summer reflections - Michael Fleischmann

Man will schon fast sagen „na, endlich“. Der Sommer hat es wohl für dieses Jahr geschafft. Ganz ehrlich!? Mir hat es auch gereicht. Wir Karpfenangler stehen eh schon in den Startlöchern und warten auf das Startsignal zum Herbst. Kilos gegen Kilos tauschen, wenn ihr wisst, was ich meine.

Der verflossene Sommer war allerdings für mich keine Enttäuschung, so wie das normalerweise immer bei tropischen Temperaturen der Fall ist. Ich hatte das Glück, dass ich eine tiefe Baggergrube in der Hinterhand hatte. Prädestiniert dafür, wenn woanders mal wieder das Sommerloch sein Unwesen treibt. An diesem See lief es den ganzen Sommer über konstant gut. Leider ist dieses Gewässer eine knappe Autostunde von mir entfernt, sodass Füttern für mich eigentlich überhaupt nicht in Frage kommt. Zudem muss ich mit dem Boot füttern und weil ich nur in Besitz eines 3m Schlauchbootes bin, würde dies einen lästigen Mehraufwand bedeuten. Ich war schon längere Zeit am Überlegen, mir ein zweites, kleineres Boot zuzulegen, das ich schnell und unkompliziert auf- und abbauen und im Auto verstauen kann. Gesagt, getan! Zu Saisonbeginn gönnte ich mir ein handliches Zeepter Boot und im Nachhinein betrachtet war es echt eine sinnvolle Investition.

Die Vorbereitung ist entscheidend

Boilies sind ein wichtiger Bestandteil von Michaels Angelei

Von nun an gestalte ich eine Wochenendvorbereitung zwei Tage vor dem eigentlichen Angeln mit einmaligem Füttern. Das kann ich mit der Fahrt zur Uni verbinden, sodass sich die gefahrenen Kilometer in Grenzen halten. Bepackt mit zwei vollen Eimern „Nasty Shrimp“ Boilies und Echolot säe ich auf meinem Spot Leckerlis für die Fische. Diese Boilies bringen mir konstant meine Fische und wenn hellbraune Boiliesoße auf der Abhakmatte verteilt ist, weiß ich, dass es den Fischen schmeckt. Zu 80% fliegen bei mir 24mm große Kugeln ins Wasser, sodass da auch lange genug für die Karpfen was übrig bleibt bis ich am Wochenende meine Montagen unter das Futter mogeln kann. Der Weißfischbestand ist hier nämlich auch ganz schön beachtlich. Nach dem Füttern fülle ich meine leeren Eimer mit Seewasser, das ich mit nach Hause nehme und worin ich meine Boilies für das Wochenende „auswaschen“ lasse. Man liest diese Vorgehensweise hier und da, nur ich kenne echt keine drei Leute, die ihre Boilies so behandeln. Probiert das echt mal aus; ein Boilie, der zwei Tage im Wasser liegt ist kein Vergleich mehr zu einem frischen Boilie. Der „entwickelt“ sich! Die Fische fahren voll drauf ab. Außerdem jage ich einen Teil meiner Boilies immer gern durch den Kutter. Die bleiben schön an Kanten und auf Steinen liegen! Das heißt auch, ich habe halbierte und kleine, sowie große Boilies auf meinen Plätzen verteilt und biete dabei für jeden Rüssel was an. Und meine Resultate sprechen mittlerweile für sich! Hatte ich vor einigen Jahren am selben Gewässer über das Jahr gesehen nur 7 Fische, sind es für heuer schon 25 Stück - und das bei gleicher Anzahl an Sessions. Und die heiße Phase kommt ja erst noch. Bis dahin verbleibe ich mit den besten Grüßen und wünsche euch einen heißen Herbst!
Michael Fleischmann

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