12.06.20

Und am Ende wird es doch gut... - Stefan Lutzer

Und am Ende wird es doch noch gut….
 
Am vergangenen Wochenende ging es für mich drei Nächte raus ans Wasser, denn die Bedingungen waren mehr als perfekt. Vollmond, Tiefdruck und ein stetiger und starker Wind. Der Plan war es in diesen drei Tagen soviel zu schlafen wie es nur ging und dazu ein paar Fische zu fangen. Die letzten Wochen waren echt heftig und ich brauchte dringend Ruhe um die Akkus wieder aufzuladen. So schleppte ich mein Tackle den langen Waldweg entlang und etwa 200m eine Böschung herab, baute alles auf und legte die Ruten ab und ich verkroch mich früh in den Schlafsack . Mitten in der Nacht wurde ich jedoch von einem anderen Angler geweckt. Er erklärte mir, dass ich auf seinem Langzeitfutterplatz sitzen würde. Leider war mir das nicht bekannt, denn sonst hätte ich die Ecke gemieden. Scheiß am Schuh!! Ich vereinbarte mit ihm noch bis zum Morgen zu bleiben und dann zu moven.

Mieser hätte meine Laune nicht sein können, wollte ich doch einfach nur Ruhe und schlafen! So packte ich früh ein und buckelte das ganze Zeug wieder die Böschung hoch, den langen Waldweg entlang bis zum Auto. Gewässerwechsel war angesagt und so steuerte ich mein Auto an eines meiner Hausgewässer - war wohl nichts mit Erholung! Diesen See beangle ich nun seit drei Jahren intensiv und eins war nach meiner Erfahrung gewiss. Ich würde viel schlafen können und selten gestört. Die Wahl des Platzes war einfach aber mich erwartete wieder schwere Schlepperei. Egal, der Wind stand voll in meine favorisierte Ecke und ich konnte direkt Fische rollen sehen. Ich verteilte meine Ruten weit gefächert und verteilte mit ein paar Hände Boilies und Tigernüsse. Da ich direkt vor einer Krautkante angle, setze ich auf Helikoptermontagen, die sind super flexibel einstellbar und geben mir unter anderem auch die Möglichkeit das Blei loszuzwerden, sollte sich ein Fisch im Kraut festschwimmen. Gegen Nachmittag liege ich endlich wieder auf meiner Liege und schlafe auch direkt ein. Nach etwa zwei Stunden werde ich von der mittleren Rute geweckt und kann kurze Zeit später einen Spiegler mit 13kg keschern. Trotz Müdigkeit freute ich mich sehr über diesen Fisch. Ich legte die Rute neu auf exakt den gleichen Spot. Diese sollte am frühen Abend erneut ablaufen aber diesmal mit einem Spiegler von 18,4kg. Ich ging erwartungsvoll in die Nacht, wurde aber nur am frühen Morgen von einem halbstarken Waller geweckt. Der Tag verlief ohne jegliche Aktionen obwohl der Wind noch immer stark in meine Ecke stand. Erst mit Einbruch der Nacht kam wieder Bewegung auf meinen Plätzen und bis zum nächsten Morgen fing ich drei Spiegler bis 14kg. Trotz des Unglücks der ersten Nacht ging mein Plan auf. Ich schlief genug, kochte leckeres Essen und fing einige tolle Fische. Darauf kommt es doch an!
 
Viel Erfolg
Stefan Lutzer

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