14.08.17

Voll verstrahlt #5 - Lukas Olde

Es ist schon ein paar Tage her, als ich das letzte Mal an diesem mystischen Graben rund um das AKW war. Mit den steigenden Temperaturen hat sich einiges getan und für uns Angler nicht gerade zum Positiven! Das Angeln wurde mit stetig zunehmendem Kraut unmöglich. Doch Jonas wollte es wissen und biss sich fest. Was er erlebte und noch fangen konnte, wird er in den folgenden Zeilen schreiben.
Ein paar Tage nach der gelungenen Session mit Lukas standen für mich ein paar freie Tage an. Nach meiner Runde ums Gelände des Kraftwerkes konnte ich nicht einen einzigen Fisch ausmachen, was mir so gar nicht gefiel, besteht meine Taktik doch sonst eher daraus, erst die Fische in einem Bereich zu lokalisieren und ihnen in diesem dann Fallen zu stellen. Glücklicherweise hatte ich in den letzten Tagen bereits einen kleinen Futterplatz angelegt, hier wollte ich den Anfang machen. Ich entschied mich dazu, eine Rute mit einem Schneemann zu versehen und im Bereich des Futterplatzes abzulegen und die anderen beiden Montagen mit auffälligen Pop-Ups zu bestücken. Diese legte ich in kleine Krautlücken, in der Hoffnung patrouillierende damit anzusprechen. Das Handy zeigte halb 2 an, als der Bissanzeiger einen kurzen Ton von sich gab, doch er reichte aus, um mich aus dem Schlafsack zu jagen. Es verstrichen bange Minuten, bis ich meinen Kontrahenten das erste Mal sehen konnte, im orangenen Licht der Laternen zeigte sich ein markanter Spiegler. Auf dem Weg in meinen Kescher zog er noch einige Bahnen durch viele Schilf- und Krautgürtel.
Die Schneemann-Rute am Rande des kleinen Futterplatzes war nur wenige Minuten später wieder im Rennen, dennoch wurde ich um 7 Uhr von meinem Wecker und nicht wie erhofft von einem meiner Bissanzeiger geweckt. Der Einstieg war dennoch geglückt. Die folgenden Tagen waren sonnig und in einigen Bereichen zeigten sich Fische an der Oberfläche, unter ihnen auch richtig stattliche Graser, diese wurden unseres Wissens jedoch noch nie gefangen. Ich nutzte die Stunden, um an sauberen Stellen eine Hand voll halbierter Boilies zu verteilen. Dies zahlte sich aus. Gegen Mitternacht schlug meine Chod Rig Falle am Rande eines Schilfgürtels zu, der Drill zog sich in die Länge, immer wieder musste ich die eingesammelten Krautberge mit dem Kescher abschöpfen, um den Fisch landen zu können, ein Geduldsakt, der sich lohnte. In der darauf folgenden Nacht fischte ich mit Lukas an einem anderem vielversprechenden Abschnitt der uns hoffentlich 1-2 Fische bringen sollte. Leider blieb es bei einem Schlitzer, nachdem sich der Fisch im Kraut festsetzte.
Wir werden weitermachen, doch erstmal wird eine kleine Pause eingelegt. Das Kraut hat sich mittlerweile soweit ausgebreitet, dass sich unsere Angelei am Graben verschiebt bis das Kraut langsam wieder abnimmt. Bis es soweit ist reichen Sessions von 2-4 Stunden am Tage, um vielleicht die eine oder andere Überraschung zu fangen.

Das Chod Rig wird es richten.

Liebe und Hass am AKW-Graben.

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