05.04.19

Von Veränderung und alten Riesen IIII - Max Middelhoff


Die neue Saison hat längst begonnen, der Frühling steht in den Startlöchern und doch möchte ich euch noch einmal ins letzte Jahr mitnehmen und diese Serie an Updates bis zum Ende zu erzählen. Los geht’s, zurück in den goldenen Herbst 2018.
Nachdem die letzte Woche mit Temperaturen bis über 27 Grad stark an die warmen Tage vom Juli erinnerte, meldet die Wetterapp eine nahende Tiefdruckfront. Perfekte Bedingungen! Seit September war ich nur zwei Nächte mit meinem Kumpel Malte Brüninghoff angeln. Das lustige Wochenende mit etlichen Fischen bei strahlendem Sonnenschein brachte mir die Motivation zurück. Mir war bewusst, dass ich nicht mehr viel Zeit haben würde um meinen Zielfisch zu überlisten.
Ende Oktober, das angekündigte Tief direkt vor der Türe - 1018hpa mit fallender Tendenz dazu die Nacht vor dem Vollmond – mehr geht wirklich nicht. Mein Brolly steht schnell an seinem Platz und nach dem ich meine Ruten abgelängt und akkurat in den Clip geworfen habe mache ich mir eine Tasse Yorkshire mit Milch und Zucker. Lange telefoniere ich an diesem Abend mit meiner Freundin. Selten standen die Zeichen so auf Erfolg und ich muss meine Euphorie und Aufregung einfach mit ihr teilen. Meine Ruten beköderte ich mit zwei einzelne Banoffees in 15 Millimeter, durch etwas Kork ausbalanciert. Das Einschlafen fällt mir an diesem Abend schwerer als sonst. Unruhe macht sich in mir breit doch irgendwann muss ich eingeschlafen sein denn ich werde von einem langsamen Take geweckt. Und was für ein Take das ist. Kraftvoll zieht mein gegenüber Meter um Meter die Schnur von der Rolle, denkt gar nicht daran dem Druck meiner Rute zu folgen. Ein unglaublich massiver Fisch durchbricht nach endlosen Minuten die Wasseroberfläche und taucht wieder ab. Blasenteppiche zieren den Bereich an dem mein Leader ins Wasser schneidet. Wie im Trance stochre ich mit meinem Kescher unter dem Fisch und endlich gleitet er ins Netz. Laut brülle ich meine Erleichterung und Freude über den See. Mein Zielfisch ist es nicht, doch als die Waymaster bei deutlich über 25 Kilo stehen bleibt, falle ich meinem Kumpel Jan sprachlos in die Arme. Was für eine wahnsinns Saison ich erleben darf. Die Bilder lassen mich noch heute über beide Ohren grinsen- Thanks Andi!

Zwei Tage Später schiebe ich meinen Trolley über den von der Kopflampe erleuchteten Waldweg. Bis meine Ruten auf ihrem Platz liegen ist es fast Mitternacht doch das beständige Tiefdruckgebiet lässt mich auf drei erfolgreiche Nächte hoffen. Ich fasse es kurz- bis Sonntagvormittag erlebe ich wahre Sternstunden mit etlichen Fischen bis über 20 Kilo. Erst als Sonntagmittag der Wind dreht und mir mit eisigen Temperaturen, aus dem Norden kommend, direkt ins Gesicht fegt, ist schlagartig Schluss. Der kalte Wind beendet nicht nur den Fangrausch der letzten Tage, er läutet auch eine endlos erscheinende Blankphase für mich ein doch dazu an anderer Stelle mehr! Auch 2019 wird für mich die Jagd nach meinem Zielfisch weitergehen, ich werde mich immer mal wieder melden und berichten, was am Wasser passiert. Ich hoffe ihr startet alle gut in die neue Saison und genießt die Zeit am Wasser.

Bis bald,
Max

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