06.11.16

Von Zielen und Wegen - Thomas Di Bernardo

Ziele laufen nicht weg - aber immer erreichbar sind sie nicht - aber was wollen wir eigentlich erreichen?
Wenn die Tage wieder kürzer werden und sich die Blätter bunt färben, liegt der Herbst in der Luft. Für viele Angler ist es das schönste am Wasser zu sein und mit Ruhe an den Gewässern ihrem Hobby nachzugehen .
In dieser Saison gab es nur diesen See für mich. Er raubte mir Futter und Nerven - gab mir aber ab und zu einen Fisch. Ich hatte letztes Jahr das Glück, dem Gewässer ein paar Perlen zu entlocken, also wurde der Termin für die fünfte Jahreszeit fixiert. Das sollte keine Zielfisch- oder Kilogrenzenüberschreitung sein.
Ich wollte nur Karpfen fangen und vielleicht den einen oder anderen Ausnahmefisch. Ich würde mir keine Gedanken machen ob mein Futterplatz besetzt ist, weil dieser Platz ist nur für mich reserviert. Keine Menschenseele weit und breit. Unter der Woche wurde das Füttern mit kurzem Ansitzen kompensiert, die Ausrüstung aufs Minimum reduziert. Und wieder sitze ich leicht frierend auf meinem Chair. Die ersten Frostnächte sind ins Land gezogen als plötzlich ein Fisch direkt vor meinen Füßen aufgeht und mich fast aus dem Stuhl reißt. Wie von einer Tarantel gestochen hole ich die Angel aus dem tiefen Bereich, legte sie genau dort ab wo der Karpfen sich zuvor gezeigt hatte. Keine 20 Minuten später meldete sich mein Delkim mit zwei Piepern. Fünf Sekunden später Vollrun an der Uferrute - und ein harter Drill wurde mir geboten. Meine Gerätschaft wurde bis auf das Maximum ausgereizt bis ich ihn endlich im Kescher hatte. Seit diesem Zeitpunkt liegt eine Rute immer ufernah und sie bringt regelmäßig Fisch. Warum dieser Fisch ufernah gebissen hat ist auch leicht erklärt: Genau dort wurde der Futtereimer immer ausgewaschen... Viel Spaß am Wasser und genießt die schöne Zeit.

Pflicht an meinen Gewässern

Was wird die Nacht bringen?

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