23.01.18

Wenn der See ruft - Thomas Di Bernardo

Wenn im Herbst die Blätter in bunten und kräftigen Farben leuchten, das Wasser in verschiedenen Nuancen schimmert und es um die Gewässer immer entspannter wird, nach dem Trubel im Sommer, den Partys und Events, dann kehrt langsam Ruhe ein. Der perfekte Zeitpunkt, um auch selbst zur Ruhe zu kommen und unserer größten Leidenschaft nachzugehen…
Das wissen natürlich auch unsere Angler aus den Nachbarländern für sich zu nutzen. Das südlich milde Klima in Kärnten und der mediterrane Einfluss lassen unsere großen Seen nur langsam kühler werden, deshalb ist das Angeln oft bis weit in den Winter hinein möglich. So kommen natürlich immer mehr Karpfenangler zu den Gewässern in meiner Region und wie so oft, führt das auch zu Spannungen. Leider ist es auch bei uns in der Vergangenheit öfters passiert, dass der eine oder andere Fisch ein neues zu Hause in einem umliegenden Gewässer oder auch in einem anderen Bundesland „gefunden“ hat. Das war einmal der Fall, ist aber noch immer bei vielen Locals im Hinterkopf verankert.
Für die kommende Saison, oder viel eher für die Zukunft des Karpfenangelns , wünsche ich mir, dass wir uns untereinander als Angler wieder mit mehr Respekt begegnen, Regeln befolgen und uns unsere Freiräume lassen. Fischdiebstahl und kilometerweit abgespannte Ruten haben, meiner Meinung nach, in der heutigen Zeit nichts mehr verloren, denn am Ende des Tages führen solche Geschichten immer nur zu verschärften Regelungen an den Gewässern und das kann keiner von uns gebrauchen. Als Angler sitzen wir alle im selben Boot!
Ich schaue aber doch positiv in die Zukunft. Gerade die ganz junge Generation der Karpfenangler überrascht mich, als alten Hasen, immer mehr positiv. Sowohl im Umgang untereinander, als auch beim Angeln selbst. Von diesen Jungs könnten sich viele „gestandene Karpfenangler“ oft eine Scheibe abschneiden.
Mittlerweile sind wir ja schon wieder fast im Februar angekommen, der Winter bietet sich perfekt an, um die vergangene Saison Revue passieren zu lassen, sich aufs neue Angeljahr vorzubereiten und Kraft für das neue Jahr zu sammeln. Gerade Messen und die Kino-Tour von den Carpzilla Jungs, auf die ich mich schon sehr freue, bieten sich an um Freundschaften zu pflegen gute Gespräche zu führen und auch um sein eigenes Handeln kritisch zu hinterfragen. In diesem Sinne...
Respect nature, respect people!

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