16.01.14

Wertvoller Spiegler

Unser Kunde Robin Harant schreibt hier ehrliche Worte. Er befischte vor kurzem einen stark beangelten See in Südfrankreich und musste feststellen, dass es längst nicht immer so läuft, wie es gerne dargestellt wird. Auch wenn es schwierig war, Robin ging nicht ganz leer aus:

„Frankreich die Erste heißt es für mich. Und ss ist nicht immer wie in Magazinen, das weiß ich jetzt... Der Blick aus dem Zelt verrät immer noch nichts Gutes. Seit bereits 5 Tagen regnet es ununterbrochen. Der Wind peitscht über den See, er hämmert riesige Regentropfen gegen die Zeltwand und es ist einfach keine Besserung in Sicht. Doch plötzlich wird der Wind weniger und die Wolkendecke reißt langsam auf und es ist tatsächlich die Sonne zu sehen…

Es ist Mitte Dezember und seit bereits 8 Tagen sind wir nun an diesem unglaublich hart zu befischenden See in Südfrankreich. Bei unserer Ankunft hatten wir über 20°C und Sonnenschein, doch dann änderte sich das Wetter und es wurde kalt, windig und ungemütlich. Die anfänglichen Wassertemperaturen begannen langsam um 3°C zu fallen und gleichzeitig verschlossen die sowieso schon sehr scheuen Fische völlig ihre Mäuler. Es gab keine Anzeichen mehr von Leben unterhalb der aufgewühlten Wasseroberfläche. Die einzigen Signale, die unsere Bissanzeiger von sich gaben, wurden durch Kraut, welches vom Wind in die Schnüre gedrückt wurde, verursacht. Ich versuchte alles, um doch noch einen Biss zu bekommen, doch nichts half, weder Chod Rigs, Stiff-Rigs, Bungee-Rigs noch irgendetwas anderes, die Fische wollten einfach nicht fressen!

Aber dann, nach so vielen fischlosen Stunden, meldet sich mitten in der Nacht der Bissanzeiger meiner linken Rute. Diese liegt auf ca. 200m Entfernung, am Fuß einer steil abfallenden Kante. Bestückt ist diese mit Mais, getoppt mit einem pinken „Fake-Maiskorn“. Nach einem kurzen, aber harten Drill vom Boot aus, durchbricht ein kleiner Spiegler die Oberfläche, wahrscheinlich einer der kleinsten Fische im See, doch das mindert seine Wertigkeit nicht. Wenn man nach so vielen Stunden ohne Fischkontakt dann doch noch einen Biss bekommt und dieser dann nicht aufgrund von Glück, sondern aufgrund von Tricks und Ausprobieren „erarbeitet“ ist, dann ist die Fischgröße absolut zweitrangig. Denn wichtig ist doch nur, dass man für seine Mühen belohnt wird.

Dieser Fisch blieb für mich der einzige in diesem Trip und dennoch war es eine super Tour, bei der ich viel lernen konnte und interessante Aspekte mitnehmen durfte, die sich auch sehr gut auf die Angelei in Deutschland übertragen lassen. Leider kann nicht jeder Trip immer mit riesen Fischen belohnt werden, denn auch in Frankreich springen einem die großen nicht in den Kescher. Und das ist auch gut so, denn sonst wäre es ja schließlich langweilig…
Grüße, Robin Harant“

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