11.11.18

Zeitlos | Mein 2018 - Felix Hetzmannseder

Zeitlos, dieses Wort trifft mein Jahr echt auf den Punkt.
Ein Jahr, was ist heutzutage schon noch ein Jahr, ehe man sich versieht ist es auch schon wieder um. Viele stressige Wochen und Monate liegen hinter mir. Warum? Es standen einige Veränderungen und persönliche Meilensteine an. Einerseits ein Jobwechsel und andererseits eine Weiterbildung in Form einer 2 jährigen Abendschule, welche ich im Juli erfolgreich abgeschlossen habe. Nach diesem für mich wichtigen Ziel konnte ich endlich wieder Gedanken an meine Angelei „verschwenden“. Viele Abende saß ich vor meinen Büchern und konnte mich nur mit Bildern,guten Clips und Angelliteratur motivieren, diese anstrengende Zeit durchzuboxen. Durch diese Umstände konnte ich sogut wie nie mit freiem Kopf und dem richtigen Mindset im Frühling angeln. Jeder, der sowas auch hinter sich hat, weiß wovon ich spreche.

Einige Kurzsessions an einem relativ kleinen Baggersee in meiner Nähe konnte ich dennoch machen, doch mit relativ mäßigem Erfolg. Die Sessions waren geprägt vom herumschieben meines Trolleys, das aktive suchen der Fische usw. Alle unter Euch, die diese Art von Angelei kennen, wissen welch ein großer Aufwand das ist. Man will mit Nachdruck dem Erfolg auf die Sprünge helfen und die „verlorene“ Zeit aufholen. Das Resultat aus der Situation war das exakte Gegenteil. Wie soll es auch anders sein? Nur einen Bruchteil an Fischen, welche zu fangen gewesen wären, konnte ich tatsächlich auch fangen. Im Nachhinein weiß ich genau woran mein Misserfolg lag. Es gab keine Möglichkeit mich konzentriert und fokussiert dem Angeln zu widmen, da immer das schlechte Gewissen seinen Beitrag dazu leistete. („Ich muss eigentlich für meine Abschlussarbeit noch 1000 Dinge erledigen!“) Es ist der eigene Kopf, der einem einen Strich durch die Rechnung macht.

Nichtsdestotrotz konnte ich mir zumindest ein verlängertes Wochenende rauspicken, um ans Wasser zu kommen. Ein Trip in den Süden Österreichs zu meinem Kumpel und Korda Kollegen Josef Heinz stand am Zettel. Den Alltag hinter mir lassen, im jetzt zu sein und sich auf das Angeln einzustellen. Was für ein geiles Gefühl! Mit freiem Kopf, ohne vom schlechten Gewissen geplagt, sollte es doch klappen einen Fisch zu fangen. Also Freundin und Bus gepackt und Kilometer gemacht. Es ging an Josef`s Privatgewässer, welches ich im letzten Jahr schon einmal beangeln durfte. Mit kleinen Boilies, weich gekochten Partikeln und gesoakten Hakenködern sollte ein Run doch machbar sein. Die erste Nacht brache uns einige kleinere, echt schön beschuppte Spiegelkarpfen. So kann man doch eine Session starten. Durch die eisigen Wetterbedingungen, kam unser Konsum von englischem Tee und starkem Kaffee aus der Bialetti nicht zu kurz. So richtig in Beißlaune waren die Fische leider nicht, was sich schon am ersten Morgen bemerkbar machte. Wenig Aktion an der Wasseroberfläche und kaum Fische, die sich zeigten. Kleine auffällige Köder an Pop Up Rigs bewirken aber manchmal dann doch noch Wunder, so auch in unserem Fall. Der Wind frischte am zweiten Nachmittag erheblich auf. Den Startschuss machte ein richtig hübscher und fetter Spiegler für Josef. Auch an meinen Ruten ging es kurz darauf richtig los. Innerhalb von nur einer Stunde konnte ich zwei heftige 40 er fangen. Was nicht alles möglich ist, wenn das Mindset stimmt. Geil – das läuft ja wie geschmiert, dachte ich. Den Gedanken noch nicht mal ausformuliert kam auch schon der nächste Biss. In dieser Manier lief die Session weiter. Bei einem kleinen gemeinsamen Feuerten läuteten wir die letzte Nacht ein. Abschließend blickten wir auf eine unglaublich schöne Session zurück.

Wieder im Alltag angelangt setzte sich die stressige Zeit fort bis zu dem Tag, an dem meine Abschussprüfung ins Haus stand. Was in und nach dieser nervenaufreibenden Zeit passierte lest ihr im zweiten Teil der Updateserie „Zeitlos – Mein 2018“.
Seid also gespannt!

Wir lesen uns,
Fel Hetzmannseder




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