09.04.19

Zwischen Sturm und Regen - Florian Woldt

Das erste Mal im Jahr durchbrach die Temperatur die 10 Grad Celsius Marke und auch in der Nacht stürzte sie nicht mehr ständig in den minus Bereich. Für Anfäng März war es doch recht mild und zusätzlich stürmte es seit einigen Tagen heftig aus südwestlicher Richtung. Das war das Zeichen, auf das ich gewartet hatte. Seit Mitte September 2018 schaffte ich es auf Grund privater Schicksalsschläge tatsächlich nur zwei einzelne Nächte ans Wasser und auch in den ersten 2 Monaten im neuen Jahr blieb es bei einer Tagessession an einem kleinen Waldsee. Nun endlich, nach einer gefühlten Ewigkeit war alles wieder im Lot und mit dem passenden Wetter könnte es wieder los gehen. Ich entschied mich für einen etwa 25 ha großen, extrem flachen Natursee, welchen ich 2017 schon einige Male im Frühsommer befischte. Durch den starken Westwind, der seit Tagen immer heftiger wurde und das Ostufer regelrecht umwälzte, fiel die Platzwahl nicht sonderlich schwer. Die große Bucht in diesem Seeteil war perfekt gelegen für den ersten Overnighter des Jahres. Im Vorfeld fütterte ich 2 mal jeweils 3 mittlere Spombs pro Spot. Tigernüsse, süßer Dosenmais, gecruchte Nut2bad Boilies und ganz wichtig, Boilieteig bildeten eine hoch attraktive, jedoch nicht zu sehr sättigende Futtermischung, welche die Neugierde der Fische wecken sollte. 

Eine extrem kurze Beißphase zwischen 20 und 23 Uhr bescherte mir tatsächlich bei nur 6 Grad Wassertemperatur die ersten drei Karpfen des Jahres. Wie fast immer, wenn ich auf Futter beim eigentlich Ansitz vorerst verzichte, setzte ich auf Pop Up Montagen. Das naked Chod Rig, sowie das Spinner Rig sind hier, je nach Bodenbeschaffenheit meine erste Wahl. Lediglich etwas Teig um das Blei sollte als Beifutter bis zum ersten Take reichen. Danach bekam die abgelaufene Rute eine halbe Spomb voll Leckereien. In den folgenden 2 Wochen schaffte ich es noch tatsächlich 3 weitere kurze Nächte ans Wasser und meine Taktik ging vollends auf. Neun weitere, wirklich schöne Karpfen und unzählige Brassen fanden den Weg auf meine Matte. Erstaunlich war dabei, das die kurze Beißzeit zwischen 20 und 23 Uhr fast die gesamte Aktion brachte. Lediglich ein kleiner Satzfisch biss am frühen Morgen, kurz vor dem Einpacken. 
Dieser Fisch beendete für mich einen grandiosen Saisonstart und wirklich fabelhaften, extrem stürmischen März und motivierte mich ungemein für die noch sehr junge Saison. 
2019 wird gut! Also Fingers Crossed 
Beste Grüße Florian Woldt

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