• Der dunkle Spiegler
  • Der Spot
  • Es wurde kalt
  • Flosscaps
  • Wurfmontage
  • Toller Schuppi

10.01.18

Letzte Chance 2017 - Josef Heinz

Die letzten Tage vor dem Jahreswechsel, eine sehr ruhige und angenehme Zeit am Wasser.
Es war die letzte Dezemberwoche und mein Ziel führte mich in mein Nachbarland. Die oft sehr tief gebaggerten Schottergruben sind dort lange Eisfrei und daher am produktivsten für mich und mein Vorhaben. Um wirklich Erfolgreich zu sein, braucht es jedoch einige Zeit, bis man weiß, wo und wie man zu seinem Wintererfolg kommt. Bei der Anfahrt zeigte mir das Thermometer schon richtig angenehme 10 Grad plus im Auto an. Perfekte Temperaturen für diese Jahreszeit!
Am See angekommen erfreute ich mich erst so richtig, einerseits, da nur mein guter Freund Mathias und ich am See waren, andererseits, da das auftacklen in Pullover und mit Sonnenbrille erfolgen konnte. Mit der Devise „weniger ist mehr“ ging ich bei der Spotsuche mit Echolot sowie beim Thema füttern vor! Da ich den See schon im Vorjahr beangelte, war ich mit Struktur und Tiefe vertraut.
Mit Sparsamen Boots und Echolot einsätze, wählte ich meine Spots. Beim Rig Thema schlage ich vor, wählt etwas indem ihr Vertrauen habt! Um diese Zeit „Rigexperimente“ durchzuführen und am Ende mit einem mulmigen Gefühl schlafen zu gehen, ist nicht Sinn der Sache. Kurze IQ-D-Rigs bestehend aus 20lb IQ² Material und Kurv Shank Gr. 4 war meine Wahl.
Als Köder kam ein 15ml Wafter zum Einsatz. Gecrushte Boilies, kleine Pellets und mit reichlich Liquid befüllte ich meine PVA Strümpfe, die ich noch auf die Rigs aufzog und fertig war der Zauber. Perfekte kleine Happen, gut positioniert auf 3,5m; 5m und 6m Wassertiefen. Nach all denn Bemühungen brach die Dunkelheit an und bei ein paar Tassen heißen Rumtee plauderten wir noch tief in die Nacht.
Am nächsten Morgen mit einem breiten Grinsen im Gesicht wach werden, dass hat schon was, da ich in den letzten dunklen Stunden der Nacht, einen schönen Spiegler und einen kleinen Schuppi auf der Habenseite verbuchen konnte.
Bei einer kurzen Fotosession, ließen sich die gerade mal 3,7°C Oberflächentemperatur vom Wasser noch mal so richtig spüren. Die Finger fingen förmlich an zu Brennen. Eine Tasse guter Kaffee machte dann wieder alles gut und belebte meinen Körper mit neuer Energie. Im laufe des Vormittages begann es dann zu regnen und es wurde kühler. Kein Vergleich mehr zum Vortag.
Die Bisse blieben über den Tag aus, somit hoffte ich auf die zweite Nacht. Es war die letzte Chance, denn am nächsten morgen würde es wieder nach Hause gehen. Ziemlich um die gleiche Uhrzeit wie am Vortag und an dem selben Spot, konnte ich noch einen tollen Schuppinger fangen. Mega Happy und sehr zufrieden ging es wieder in die Heimat. Also Leute, mit ein bisschen Glück und der richtigen Herangehensweise lohnt es sich noch am Wasser zu sein.
Ich spekuliere schon wieder auf die nächsten wärmeren Tage.


NEXT STORY